Die Neugestaltung des Areals hinter dem Obersiggenthaler Markthof kommt seit Jahren nicht voran: Eigentümer Ruedi Hurter will die in die Jahre gekommenen Häuser durch Neubauten ersetzen und reichte hierfür einen Gestaltungsplan ein. Dieser wurde von der Gemeinde kürzlich aber abgelehnt.

Das angespannte Verhältnis zwischen Eigentümer und Gemeinde tritt nach Erscheinen des Zeitungsartikels nun erneut zutage. Darin äusserte Hurter sein Unverständnis darüber, dass die Gemeinde – die in argen finanziellen Nöten steckt – ihm eine an das Areal angrenzende Eckparzelle nicht verkaufte. Gemeindeammann Dieter Martin erklärte, für den Kauf dieser Eckparzelle habe die Gemeinde 2014 einen Vorvertragsentwurf erarbeitet, dazu aber noch keine Stellungnahme vom Grundeigentümer erhalten.

Diese Aussage sorgt bei Hurter nun für grosses Kopfschütteln. «Leider hat der Gemeindepräsident mein Antwortschreiben vom Dezember 2014 offenbar schon wieder vergessen.» Er habe dem Angebot der Gemeinde eine klare Absage erteilt, da der Verkaufspreis viel zu hoch gewesen sei. «Darauf habe ich im selben Schreiben ein meines Erachtens sehr gutes Kaufangebot gemacht, für 1200 Franken pro Quadratmeter, das von der Gemeinde abgelehnt wurde.»

Gemeindeammann Dieter Martin räumt auf neuerliche Anfrage ein, die Verhandlungen über den Landpreis seien Ende 2014 tatsächlich abgeschlossen worden. Der Gemeinderat habe sich bei den Verhandlungen übrigens am Landpreis orientiert, den Hurter 2013 gleich bei zwei angrenzenden Parzellen einem anderen Eigentümer bezahlte. «Der Landpreis ist jedoch nur ein Bestandteil des notwendigen Vorvertrages», erklärt Martin.

Im bisher von Hurter nicht kommentierten Vertragsentwurf gehe es auch um vertragliche Details wie Planungsablauf und Verteilung der Planungskosten. «Zu diesen anderen Punkten und dem Vorvertragsentwurf an sich hat sich Rudolf Hurter bisher nicht geäussert», hält Dieter Martin fest. Der Vorvertrag bilde die rechtliche Grundlage der Gemeinde für die Zusammenarbeit mit der Entwicklungsträgerin, vorbehältlich der späteren Zustimmung durch den Einwohnerrat. Martin hofft trotz verhärteter Fronten nach wie vor, dass eine qualitativ gute Entwicklung der Zentrumszone zustande komme.