Spreitenbach
Die Gemeinde Spreitenbach macht sich schön für die Zukunft

«Spreitenbach soll sich gezielt und nachhaltig entwickeln», sagte Gemeindeammann Valentin Schmid bei der Präsentation der Arbeiten am Masterplan. Die Gemeinde will sich als attraktive Wohn- und Arbeitsplatzgemeinde positionieren.

Dieter Minder
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Spreitenbach will sich gezielt und nachhaltig entwickeln. key

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«Spreitenbach soll sich gezielt und nachhaltig entwickeln», sagte Gemeindeammann Valentin Schmid bei der Präsentation der Arbeiten am Masterplan. In diesem sollen neue Qualitäten der Gemeinde definiert werden: «Wir müssen uns als Gemeinde im Spannungsfeld des Limmattales als attraktive Wohn- und Arbeitsplatzgemeinde positionieren.»

Dabei müssen, so Schmid, eine ganze Reihe von übergeordneten Planwerken beachtet werden (siehe Box). Die Ausgangslage für den Masterplan sind die Vision 2030 sowie das vom Gemeinderat verabschiedete Zukunftsbild.

Planwerke

Raumkonzept Schweiz; Raumkonzept Aargau; Richtplan Kanton Aargau; Agglomerationsprogramm Aargau Ost; Agglomerationsprogramm Limmattal; Agglomerationspark Limmattal; Mobilität Aargau; Leitbild Verkehr Baden Regio; Regionale Entwicklungsstrategie Baden Regio (RES); Regionales Entwicklungskonzept Baden Regio (REK); Räumliche Entwicklungsstrategie Grenzraum Aargau/Zürich; Vorprojekt Limmattalbahn. (DM)

Der Masterplan seinerseits wird die Basis für die Revision der Bau- und Nutzungsordnung, die 2018 vorliegen soll. Am 27. November 2012 hatte die Gemeindeversammlung 318 000 Franken für den Masterplan bewilligt.

Auftrag für drei Planungsstudien

Momentan werden die Grundlagen erarbeitet. «Dann werden wir das Projekt ausschreiben», sagt Schmid. Es ist vorgesehen, drei Planungsteams Studienaufträge zu erteilen. Die Ergebnisse werden öffentlich vorgestellt.

«Aus den drei Studien wird ein Syntheseprojekt erarbeitet», sagt Schmid zum weiteren Vorgehen. Geführt wird die Planung durch eine Projektorganisation, an deren Spitze der Gemeinderat steht. Die weiteren Gremien sind die Projektsteuerung, die Projektleitung, eine Begleitgruppe, eine Echogruppe sowie ein öffentliches Forum.

Koordinationsbedarf an der Grenze

Ein besonderes Augenmerk gilt bei der Planung entlang der Kantonsgrenze. «Die Mutschellenstrasse wirkt heute wie eine Wasserscheide», stellte Schmid fest. Es muss verhindert werden, dass die Gemeinden dort Zonen mit gegensätzlichen Anforderungen planen.

«Der Kanton sieht im Gebiet Asp/Müsli eine langfristige Siedlungsreserve», ergänzt Schmid. Bis im Jahr 2030 könnten, so die Vorstellungen der kantonalen Planer, bis zu 20 000 zusätzliche Personen ins Limmattal zügeln.

In jenem Gebiet liegt auch die Landschaftsspange Heitersberg-Altberg. Sie soll eine möglichst naturbelassene Verbindung zwischen den Höhenzügen beidseits des Limmattales sein und zugleich die Siedlungsgebiete von Spreitenbach und Dietikon beziehungsweise Würenlos und Oetwil an der Limmat trennen.

«Unterbrochen wird sie noch vom Rangierbahnhof, aber vielleicht gibt es auch dafür einmal eine Lösung», sagte Schmid.

Kurzfristiger ist die Planung im Gebiet Kreuzäcker. Während der nördliche Teil, die Arbeitsplatzzone (APK) planerisch blockiert ist, geht es in der zwischen Industrie- und Landstrasse liegenden Wohn- und Gewerbezone (WGK) weiter.

Die Gemeindeversammlung soll 1,145 Millionen Franken für die Teilerschliessung bewilligen. Damit wird die Voraussetzung für die Überbauung schaffen.