Fusion
Die Gemeinderäte wollen eine Fusion für Killwangen und Spreitenbach prüfen

«Als Gemeinderäte haben wir die Pflicht, Perspektiven aufzuzeigen», sagt der Spreitenbacher Gemeindeammann Josef Bütler. Und sein Amtskollege Alois Greber aus dem Nachbardorf betont: Killwangen müsse nicht fusionieren.

Dieter Minder
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«Killwangen muss nicht fusionieren, aber wir müssen uns über unsere Zukunft Gedanken machen.» Mit diesem Ziel vor Augen, haben die beiden Gemeinderäte beschlossen, eine Diskussion über eine mögliche Fusion anzustossen. Um die Voraussetzung dafür zu schaffen, wollen die Gemeinderäte alle Vor- und Nachteile genau abklären. «Dafür werden wir den Gemeindeversammlungen im Juni 2012 einen Kreditantrag unterbreiten», sagt Bütler. «Wir hoffen dabei auf eindeutige Stimmergebnisse», sagt Greber und er ergänzt: «Ich wage keine Prognose.» Bütler stellt aus seiner Erfahrung fest: «Es gibt Leute die sagen das eine Fusion ist der einzige logische Schritt und andere sagen das kommt nicht in Frage«, sagt Bütler.

Fusion 2015/16 geplant

Wenn im Sommer beide Gemeindeversammlungen für vertiefte Abklärungen votieren, soll der Auftrag dazu einem spezialisierten Unternehmen erteilt werden. Ein Jahr später könnte dessen Bericht vorliegen. Falls alle Diskussionen und Abstimmungen auf einen Zusammenschluss hinaus laufen, könnten die Gemeinden etwa in den Jahren 2015/2016 fusionieren. Wie die neue Gemeinde heissen, und welches Wappen sie sich zulegen würde, ist noch absolut offen.

Erfahrungen in der Zusammenarbeit haben die beiden Gemeinden seit Jahren. «Bereits 1998 haben Spreitenbach und Killwangen gemeinsam ein Feuerwehrfahrzeug gekauft», erinnert sich Greber. Als logischer Schritt wurden dann im Jahre 2000 die beiden Feuerwehren fusioniert. Weitere Kooperationen bestehen bei der Abwasserreinigung, dem Betreibungsamt, der Regionalpolizei, der Wasserversorgung, dem Zivilschutz und im Schulbereich. Seit langem besuchen die Jugendlichen aus Killwangen die Oberstufe in Spreitenbach. Auch baulich sind die Gemeinden seit langem fusioniert. Wo genau zwischen den Häusern die Grenze verläuft, wissen viele Leute nicht.