Mägenwil

Die grössere Küche im Mehrzweckgebäude darf 20 000 Franken kosten

MichaelUmbricht

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Die Gemeindeversammlung hat den Sanierungskredit für das Mehrzweckgebäude aufgestockt, um auch die Küche sanieren zu können. Die beiden abtretenden Gemeinderäte Stephan Wild und Michael Umbricht wurden verabschiedet.

Nicht 250 000 Franken, sondern 270 000 Franken darf die Sanierung des Mehrzweckgebäudes Mägenwil kosten. Die zusätzlichen 20 000 Franken müssen aber ausschliesslich in eine moderne Küche fliessen. Dies hat die Gemeindeversammlung auf Antrag eines Versammlungsteilnehmers beschlossen.

Vor über 30 Jahren als Teeküche für das daneben liegende Theorielokal der Feuerwehr gebaut, hat sich ihre Funktion geändert. Das Theorielokal dient heute vor allem als «Festhütte».

Es besuchen ihn viel mehr Gäste als einst angenommen. Um sie zu verpflegen, ist die Küche zu klein. Mit dem grösseren Kredit soll dieser Mangel nun behoben werden. Mit den weiteren 250 000 Franken werden Fenster ersetzt und eine Gasheizung eingebaut.

Den Steuerfuss belassen die Mägenwiler für das kommende Jahr bei 85 Prozent. Daraus sollten der Gemeinde rund 4,1 Millionen Franken zufliessen. Weitere 1,4 Millionen Franken erwartet sie aus den Aktiensteuern.

Trotzdem dürfte die Rechnung 2014 mit einem Verlust von 349 000 Franken abschliessen. Dieser soll zulasten des noch nach dem alten Rechnungsmodell (HRM 1) von 4,2 Millionen Franken betragenden Eigenkapitals gedeckt werden. Ein Versammlungsteilnehmer warnte davor, laufende Verluste zu schreiben: «So löst sich unser Eigenkapital auf.»

Steuerfuss könnte steigen

Gemeindeammann Daniel Pfyl gab im Rahmen der Budgetdebatte einen Ausblick auf die Investitionen: «Er enthält Ausgaben von rund 23 Millionen Franken in den nächsten 7 Jahren.»

15 Millionen Franken davon entfallen auf die Erweiterung der Schulanlage und eine Doppelturnhalle. Weitere 2,3 Millionen Franken dürfte der Gemeindeanteil an der Sanierung der Kantonsstrasse betragen.

Eine Arbeitsgruppe ist daran, ein Betriebs- und Gestaltungskonzepts auszuarbeiten. «Es sind nicht die Investitionen, die sich auf den Steuerfuss auswirken, sondern die immer höheren Forderungen des Kantons», sagte Pfyl.

«Obwohl bei der Aufgabenverteilung von Kostenneutralität die Rede ist, verschiebt der Kanton immer wieder Kosten auf die Gemeinden.» Deshalb, so der Pfyl, könnte der Steuerfuss in absehbarer Zeit auf 90 oder 95 Prozent steigen.

Abschied nach acht Jahren

Zum Schluss der Gemeindeversammlung verabschiedete Pfyl die austretenden Behördenmitglieder.

Darunter auch die nach zwei Amtsperioden aus dem Gemeinderat ausscheidenden Michael Umbricht und Stephan Wild. Sie erhielten für jedes Amtsjahr «eine Flasche veredelten Traubensaft» sowie je einen Gutschein für ein Wellnesswochenende.

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