Mellingen
Die grösste nachhaltige Wohnsiedlung der Schweiz nimmt Formen an

Im Reussstädtchen Mellingen wurde die Aufrichte des ersten Reihenhauses der Grossüberbauung Neugrüen gefeiert. Zugleich wurde der Bau mit dem provisorischen Minergie-A-ECO-Zertifikat ausgezeichnet.

Carolin Frei
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Impressionen von der Baustelle
15 Bilder
Grossüberbauung Neugrüen Mellingen
Impressionen von der Baustelle
Impressionen von der Baustelle
Impressionen von der Baustelle
Impressionen von der Baustelle
Visualisierung der Grossüberbauung Neugrüen
Am Rundgang konnten die Gäste auch das Innenleben des Musterhauses besichtigen
Am Rundgang konnten die Gäste auch das Innenleben des Musterhauses besichtigen
Badezimmer
Treppenhaus
Überreichung des Zertifikats
Dietrich Schwarz, Architekt und Professor für nachhaltiges Bauen Uni Lichtenstein
Franz Beyeler, Geschäftsführer Minergie
René Zahnd, Implenia

Impressionen von der Baustelle

Corinne Rufli

«Ein weiterer Meilenstein wird sichtbar – in natura», sagte Gemeindeammann Bruno Gretener anlässlich der Aufrichte des ersten Reihenhauses der Überbauung Neugrüen sichtlich erfreut.

Aktuell zähle Mellingen 4850 Einwohner, mit Neugrüen würden gut 400 weitere dazukommen. «Eine grosse Schuhnummer für Mellingen», betonte er, «denn es ist das grösste je umgesetzte Bauprojekt in unserem Städtchen.» Deshalb habe man es sich im Vorfeld nicht einfach gemacht, diesen Schuh anzuziehen.

Schweizweite Besonderheit

Die Überbauung ist nicht nur für Mellingen etwas Besonderes, sondern schweizweit. Mit Neugrüen entsteht die grösste nachhaltige Wohnsiedlung der Schweiz, die nach den Standards Minergie-A-ECO und Minergie-P-ECO sowie nach dem Gütesiegel Greenproperty Gold gebaut wird.

Auf gut 31 000 m2 werden 130 Wohnungen und 68 Reiheneinfamilienhäuser errichtet. Und auf den 15 Hausdächern werden 1800 Photovoltaikmodule platziert.

Trotz dieser Dimension zeige die Siedlung einen dörflichen Charakter mit Strassenräumen, Höfen und Begegnungsplätzen, sagte der ausführende Architekt Dietrich Schwarz.

«Ein Holzbau wie das Neugrüen kann langlebig sein, wenn er richtig gemacht wird.»

Auch René Zahnd von Implenia thematisierte die Nachhaltigkeit und deren Wichtigkeit. Und dank der vorfabrizierten Holz-Systeme und Böden komme man sehr effizient voran.

Franz Beyeler, Geschäftsführer Minergie, zeichnete den Bau denn auch gleich mit dem provisorischen Minergie-A-ECO-Zertifikat aus.

Im Juni kann das erste Reihenhaus als Musterhaus besichtigt werden. Ab Frühjahr 2014 ist die ganze Wohnsiedlung Neugrüen bezugsbereit.