Baden
Die Guggennacht: Ein Hit-Mix der anderen Art

An der Badener Guggennacht feiern die Cliquen sich und die Guggenmusik. Lieder von DJ Avicii oder Adele tönen durch Baden, neu interpretiert mit Pauken und Blasmusikinstrumenten.

Calvin Stettler
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Guggennacht Baden
20 Bilder
Volle Badener Gassen an der Guggennacht
Trompeten statt Bässe, die Guggen interpretieren Jahr für Jahr Chartstürmer neu.
Sogar einige Läden in den Badener Gassen verzierten ihre Schaufenster mottogetreu.
Stossen auf grossen Resonanz - die Finkechlopfer aus Nussbaumen
In der ganzen Stadt war es verteilt, das Equipment der zahlreichen Guggen.
Nachwuchsprobleme scheint man bei der Zwäsi Gugge nicht zu haben.
Ein Szenario, das an das Moon-and-Stars-Festival in Locarno erinnert.
Viele Zuhörer am Schlossbergplatz
Die Finkechlopfer aus Nussbaumen überzeugten nicht nur musikalisch, sondern auch mit ihren Kostümen.
Die Guggennacht bot den regionalen und interregionalen Guggen eine Plattform.
Diese Dame gibt bei der Zwäsi Gugge aus Brugg den Takt an.
Die Zwäsi Gugge aus Brugg in Aktion.
Der Stadtturm als Epizentrum der Fasnacht.
Auch die Jugendgugge der Noteklecksler aus Baden vermochte zu überzeugen.
Überall war die Lust auf Guggenmusik gross.
Auf vier Bühnen war am Samstag reichlich Guggenmusik zu hören.
Der Saloon zieht die durstigen Guggennacht-Besucher an.
Auch die Fremden ziehen reichlich Publikum an - die Schlossbärghüüler aus Laufenburg in Aktion.
Baden ist - fasnachtsverrückt.

Guggennacht Baden

Calvin Stettler

Viele Monate vor den Fasnachtstagen blicken die zahlreichen Guggen aus der Region auf die Schweizer Hitparade, suchen neue Lieder. Denn neben den angestammten Klassiker, präsentieren die Cliquen Jahr für Jahr ihre Interpretationen von angesagten Chartstürmern.
Es ist die Zeit, wo Lieder von Artisten wie dem schwedischen DJ Avicii oder der britischen Wunderstimme Adele durch die Gassen der Bäderstadt hallen – umgesetzt mit Pauken und Blasmusikinstrumenten. Ein Hit-Mix der anderen Art eben. Das närrische Treiben ist in diesen Tagen zwar omnipräsent, der Samstagabend bildet aber so etwas wie ein Highlight für die Guggen: An der Guggennacht feiern die Cliquen nämlich sich und die Guggenmusik.

Schlossbergplatz als Epizentrum

Im Herzen der Bäderstadt wähnt man sich den ganzen Abend an einem Melodienbasar. Ohne weit durchs Konfetti waten zu müssen, erreicht man in kürzester Zeit die vier Bühnen, die den Guggen an diesem Abend eine ansehnliche Plattform bieten. Unsere Reise beginnt am Cordulaplatz. Der Schauplatz mit den diversen Hausfassaden, die die Bühne flankieren, erinnert an die Piazza Grande in Locarno, wo im Sommer jeweils ein Festival abgehalten wird.
Und was bereits an der ersten Station erkenntlich wird, ist die Tatsache, dass die Fasnacht in der breiten Bevölkerung Anklang findet, die Diversität im Publikum ist riesig. Praktisch alle kostümiert, das Schamgefühl scheint in diesen Tagen nicht zu existieren. Nach kurzem Fussmarsch erreichen wir den Guggenbrunnen.
Im Schatten des Stadtturms animieren die Guggen auch hier ihre Zuhörer zum mitwippen – die gängigste Tanzform an der Fasnacht. Passiert man den Stadtturm, wird man mit dem Epizentrum der Guggennacht konfrontiert: Eine grosse Bühne und diverse Verpflegungsstände füllen den Schlossbergplatz. Den Klängen lauschen die meisten mit einem wärmenden Getränk in der Hand – der grosszügige Schuss Alkohol darf nicht fehlen. Viele bleiben hier kleben, die Auftritte auf der Bühne an der Badstrasse gehen derweil fast ein wenig unter.

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