Wohlenschwil

Die Hauptstrasse Nord soll auch zu einer Flanierzone werden

Visualisierung der künftigen Dorfstrasse zwischen Kirche und Gemeindehaus. ZVG

Visualisierung der künftigen Dorfstrasse zwischen Kirche und Gemeindehaus. ZVG

Obwohl die Gemeinde nicht auf Rosen gebettet ist, wurden an der Gemeindeversammlung Investitionskredite von rund 2,3 Millionen Franken für Infrastrukturbauten bewilligt. Das wichtigste Vorhaben ist die Umgestaltung der Hauptstrasse Nord.

Die Einwohner schenken sich und damit ihrer Gemeinde für 1,274 Millionen Franken ein neues Dorfzentrum. Ohne Gegenstimme genehmigen sie insgesamt 1,274 Millionen Franken dafür.

Mit dem Geld werden die Dorfstrasse im Abschnitt Vogelsangstrasse bis Usserdorf komplett umgestaltet und die Werkleitungen erneuert. Dabei soll insbesondere die Situation für die Fussgänger verbessert werden.

Die Hauptstrasse Nord soll auch zu einer Flanierzone werden.

Die Hauptstrasse Nord soll auch zu einer Flanierzone werden.

Vor dem Gemeindehaus sind neue Bäume und zugleich weitere Parkplätze vorgesehen. Die Haltestelle für das Postauto soll verschoben werden, so dass sie nicht mehr auf dem Areal der ehemaligen Post liegt. Die Arbeiten sollen im Herbst beginnen und werden rund ein Jahr dauern.

Werkleitungen werden verstärkt

Weiter wurden 677 000 Franken für neue Strom- und Wasserleitungen im Bereich Hägglingerstrasse genehmigt. Sie sind Voraussetzung für die in jenem Gebiet geplanten Wohnüberbauungen.

Für den Bau von Entwässerungsanlagen wurden knapp 310 000 Franken bewilligt. Es sind insbesondere Arbeiten im Ortsteil Büblikon, die in den nächsten Monaten mit dem Geld finanziert werden sollen. Gemeinderätin Nadja Diserecne kündigte zudem eine grosse Untersuchung des Leitungsnetzes an.

Angespannte Finanzlage

Die Rechnung 2012 schliesst bei einem Umsatz von 7,23 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 123 000 Franken. «Die Finanzen sind bei uns ein Dauerbrenner, aber die Rechnung ist nicht so schlimm wie budgetiert», sagte Gemeindeammann Erika Schibli.

Der Gemeinderat hatte einen Aufwandüberschuss von 537 000 Franken erwartet. Zum Ergebnis haben solwohl höhere Erträge wie tiefere Ausgaben beigetragen. Trotzdem stellte Finanzkommissionspräsident Franz Melliger fest: «Wir haben immer noch kein Geld.»

Er erwähnte jedoch die starken Anstrengungen des Gemeinderates und der Verwaltung, die Situation zu verbessern.

So konnten die Steuerausstände von einst 21 auf 14% reduziert werden. Als weiteres Beispiel für erfolgreiche Verhandlungsführung erwähnte er die Abgeltung für die Übernahme der Hauptstrasse durch die Gemeinde. Ursprünglich hatte ihr der Kanton 200 000 Franken geboten. «Nach Verhandlungen einem unabhängigen Gutachten zu deren Zustand erhielten wir 750 000 Franken.

Die Entschädigungen des Gemeinderates wurden per 1. Januar 2014 von 46 000 Franken auf 52 500 Franken angehoben. Das entspricht 35,15 Franken pro Einwohner.Im Vergleich zu den Nachbarn hat Wohlenschwil damit den günstigsten Gemeinderat.

An der Gemeindeversammlung hatten 84 der 996 Stimmberechtigten teilgenommen. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefällt, unterliegen jedoch dem fakultativen Referendum.

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