Wettingen
Die «homo faber» der ganzen Region präsentieren ihre Handwerkskunst

Zum ersten Mal fand auf dem Zentrumsplatz in Wettingen der Kunst- und Kunsthandwerkermarkt statt. Schon jetzt ist klar: Dieser Anlass hat das Potenzial, zur Tradition zu werden – die Stände für das nächste Jahr sind bereits reserviert.

Salomé Meier
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Teelichter, Vasen, Gartendeko und das alles aus einfachen alten Dosen
11 Bilder
Samstagsshopping mal anders
Für die Kinder gab es so einiges zu entdecken und Ideen für die nächste Bastelei zu sammeln
Kalligraph Peter Rommerskirchen fertigt gerade ein Buchzeichen für den Schüler Gabriel an
Es bleibt auch Zeit für einen Schwatz
Ein Snack zwischendurch gibt Energie fürs Weitershoppen
Bei Alain Schartners Kugelbahnen werden alle nochmals zu Kindern
Ein prächtig geschmückter Stand
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, an der Festbeiz nebenan gibt es Grilliertes und leckere Salate
Wettingen Kunsthandwerkermarkt
Auch die kleinen Besucher interessieren sich für Kunst

Teelichter, Vasen, Gartendeko und das alles aus einfachen alten Dosen

Salomé Meier

Homo sapiens homo faber est. Nein, hier geht es nicht um Max Frischs berühmten Roman, sondern um den anthropologischen Begriff des homo faber, des schaffenden Menschen. Dass das Arbeiten mit den Händen mit Filz, Wachs, Holz, Papier und Metall nicht nur erfüllend ist, sondern auch Spass macht, bewiesen zwanzig solche «homo faber» am Samstag am Kunst- und Handwerkermarkt. Schöne Kerzenbehälter aus alten Dosen, verschiedenste Gartendeko, tönerne Vasen und hübsche Blumengestecke, aberwitzige Kugelbahnen, selbst gezogene Kerzen und selbstgewebte Bettüberwürfe – die Freude am Kreieren, Basteln und Erschaffen kennt die unterschiedlichsten Materialien und Techniken.

An den Ständen, an denen eben nicht nur Eigenwerke verkauft wurden, sondern auch gleich «live» gemalt, geschnitzt, gelötet und gewebt wurde, konnten die Besucher den Künstlern und Kunsthandwerkern einmal bei der Arbeit über die Schulter schauen. Der eine oder andere hat vielleicht sogar für sich selbst Inspirationen gesammelt und Arbeitstipps eingeholt. So konnte für die Besucher auch gleich vor Ort bei Bruno Ueltschi eine ganz individuelle Kette aus Glasperlen kreiert, oder bei Peter Rommerskirchen eine Karte nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen mit der hohen Kunst der Kalligraphie beschriftet werden.

Den Kunst- und Kunsthandwerkermarkt ins Leben gerufen haben die vier Männer von der IG Kunstraum Wettingen Chlaus Born, Marcel Bonani, Dino Vivarelli und Markus Schuppisser. «Der Kunstraum Wettingen soll nicht nur den Leuten Kunst und Kultur näher bringen, vor allem den kleineren, jungen und noch eher unbekannten Künstlern aus der Umgebung soll hiermit eine Plattform geboten werden.», erklärt Marcel Bonani, der selbst Kunsthandwerker ist und die Schwierigkeit des Anfangs, sich in der Kunstszene einen Namen zu machen, kennt. Zu dieser Plattform gehört auch die Unterstützung in Form einer eigenen Webpage, die der Kunstraum Wettingen für die lokalen Künstler aufschalten kann. Das Interesse ist auf beiden Seiten gross: Nicht nur zahlreiche Besucher flanieren am 1. Kunst- und Kunsthandwerkermarkt durch die Stände, auch die Künstler, die dieses Jahr aus Platzgründen keinen Stand mehr erwerben konnten, haben schon für das nächste Jahr reserviert.

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