Baden
Die Informatik braucht unbedingt Geld: Kredit von 408'264 Franken vorgelegt

Der Stadtrat musste seinen Sparentscheid bei der Informatik für das Jahr 2017 rückgängig machen. Jetzt legt er dem Parlament einen Kredit von 408'264 Franken vor.

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Die Abteilung Informatik erhält nun doch das benötigte Geld, damit sie die zentrale Informations- und Kommunikationstechnik der Stadt planmässig modernisieren kann.

Die Abteilung Informatik erhält nun doch das benötigte Geld, damit sie die zentrale Informations- und Kommunikationstechnik der Stadt planmässig modernisieren kann.

Keystone

Die Abteilung Informatik erhält nun doch das benötigte Geld, damit sie die zentrale Informations- und Kommunikationstechnik der Stadt planmässig modernisieren kann. Einzelne Erneuerungsvorhaben, die der Stadtrat gemäss seiner Investitionsplanung «Projekportfolio» zurückstellen wollte, seien aus betrieblicher Sicht unabdingbar, machte die Abteilung geltend. Zudem steht die Stadt im Bereich der Telekommunikation vor einem wichtigen Projekt, denn bis Ende 2017 erfolgt die Umstellung auf die Internet-Telefonie.

Mit dem Verpflichtungskredit von rund 408'000 Franken können einzelne Erneuerungsvorhaben sowie der Wechsel auf die Internet-Telefonie im Jahr 2017 umgesetzt werden.

«Neben ordentlichen Erneuerungszyklen können äussere Faktoren dafür sorgen, dass eine Transformation von Systemen erfolgen muss», heisst es in der Vorlage an den Einwohnerrat. Denn dem Wechsel der Telefonie von der Festnetz- auf die Internettechnologie könne sich eine Organisation wie die Stadt Baden nicht entziehen.

Lebenswende zum Teil erreicht

Die Abteilung Informatik hatte gemäss ihrer Strategie 2020 für das Jahr 2017 einen Betrag von 260'000 Franken ins Budget stellen wollen. Der Stadtrat entschied jedoch Mitte August 2016, diesen Betrag nicht ins Budget 2017 aufzunehmen. Die Abteilung Informatik hat den Rückstellungsentscheid nochmals beurteilt und die Konsequenzen aufgezeigt.

Einzelne Erneuerungen betreffen die «zentralen Rechnersysteme im Back-End», also dem Unterbau des Systems. Sie gelten als besonders neuralgische Stellen. Die eingesetzten Komponenten seien bis sechs Jahre alt und würden im Jahr 2017 ihr technisches Lebensende erreichen. Es können somit weder Support- noch Garantieleistungen von Lieferanten oder Herstellern erwartet werden, sodass es bei Störungen zu Ausfällen kommen könnte.

Die Erneuerungen wurden auf das Dringlichste reduziert und kosten nun rund 180'000 Franken, für die mit 235'000 Franken in den Investitionsplan gestellte Umstellung der Telefonie reichen etwa 223'000 Franken. Der Einwohnerrat behandelt die Vorlage an der Januarsitzung. (-rr-)

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