Baden

Die JuBla entführt ihr Theaterpublikum in die zauberhafte Welt von Oz

Am Wochenende haben Jungwacht und Blauring im Roten Turm das bekannte Stück «Der Zauberer von Oz» aufgeführt. Es handelt von Mut, Freundschaft und Zusammenhalt. Die jungen Darsteller sind in kreative Kostüme gekleidet, die Kulisse sticht ins Auge.

Gerade noch beschwerte sich Dorothy bei ihrer Tante, als sich das kleine Mädchen samt Haus und Hund namens Toto nach einem Sturm in einer fremden Welt wiederfindet. Es ist das Land «Oz», das neben zwei guten und zwei bösen Hexen von einem rätselhaften Zauberer regiert wird. Dorothy jedoch will nur eines: so schnell wie möglich zurück nach Hause. Dies ist die Ausgangslage des Theaters «Zauberer von Oz», das an diesem Wochenende von der Jungwacht und Blauring Baden im Saal des Roten Turms aufgeführt wurde.

Zauberhafte Begegnungen

Die Heimreise gestaltet sich für die kleine Dorothy aber alles andere als einfach, denn «Oz» hält für das Mädchen einige Überraschungen bereit. Ihre letzte Hoffnung liegt auf dem grossen Zauberer, den aber noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat.

Auf ihrer Reise quer durchs Land trifft Dorothy auf allerlei kuriose Gestalten. So befreit das Mädchen eine Vogelscheuche, die auf der Suche nach Verstand ist – bis jetzt hat das Wesen nämlich nur Stroh im Kopf. Dann ist da noch ein Holzfäller, der nicht nur alle seine Glieder, sondern auch sein Herz verlor – und nun, ganz aus Metall, Blechmann genannt wird.

Zuletzt trifft sie auf einen Löwen, der nichts sehnlicher will, als endlich mutig zu sein. Alle hoffen sie auf die Hilfe vom Zauberer und beschliessen deshalb, zusammen in die Smaragdstadt zu reisen, wo sich der Palast vom grossen «Oz» befindet.

Ideenreiche Umsetzung

Die gleichnamige Vorlage für das Theater ist ein Kinderbuch, das um 1900 vom amerikanischen Schriftsteller Lyman Frank Baum verfasst wurde. In den Vereinigten Staaten zählt «Der Zauberer von Oz» zu den bekanntesten Erzählungen – in der Schweiz wurde die Geschichte erst in den 40er-Jahren bekannt. Die Umsetzung durch die JuBla Baden brilliert mit humorvollen Dialogen und kreativen Kostümen.

Darüber hinaus sticht vor allem die Konstruktion und Gestaltung des Bühnenbildes ins Auge. In den Farben Rot, Gelb und Blau wurden verschiedene Motive übereinander gelegt – je nach Farbe des Scheinwerfers ändert sich für den Zuschauer das Bild. So verwandelt sich eine an den Kultfilm «Das Cabinet des Dr. Caligari» erinnernde Waldlandschaft auf fast magische Art und Weise in die Kulisse der Smaragdstadt. Zudem wurden Animationsfilme in das Theater eingebaut, was der Inszenierung einen eigenen Charakter verleiht.

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