Baden
Die junge Band Rea Som startet mit brasilianischer Musik und Exotik durch

Die Band Rea Som verbindet brasilianische Musik mit exotischer Leidenschaft. Bald schon soll der Song «Muito pouco» - zu Deutsch: viel wenig - verfilmt werden.

Salomé Meier
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Rea Hunziker im Studio. sm

Rea Hunziker im Studio. sm

Im Tonstudio Mediacampus in Zürich: Die junge Band Rea Som nimmt gerade die Tonaufnahmen für ihr erstes Musikvideo auf. Das Quintett um die in Baden aufgewachsene Sängerin Rea Hunziker spielt ausschliesslich brasilianische Musik.

«Muito pouco» heisst der Song, der verfilmt und Mitte August erscheinen wird. «Muito pouco» heisst übersetzt «viel wenig». Das Lied ist ein flüchtiger Gedanke, ein musikalisches Spiel mit der Leichtigkeit und Schwere des Lebens.

Die Finger tanzen auf den Saiten – leichte Gitarrenklänge ertönen. Dann raschelt es leise, wie bei einem nächtlichen Spaziergang durch hohes Gras, ein Trommeln auf Holz, nicht aufdringlich, aber rege.

Dann endlich die tiefe, temperamentvolle Frauenstimme, erst leise, wie ein geflüstertes Geheimnis, dann nimmt sie Anlauf, wird erfüllter, sehnsüchtiger, treibender.

Die zweite Stimme bildet das Saxofon, mal als Antwort, mal als Argument gegen die erste. Und plötzliche entsteht eine Verschmelzung der beiden und doch: Der Schmerz in der Stimme bleibt, sie bleibt Strebende, stets Sehnsüchtige der Leidenschaft.

Versucht man die brasilianische Musik der Band Rea Som in Worte zu fassen, stösst man schnell an Grenzen. Die von Bossa nova, Latin Jazz und Samba geprägte Musik verkörpert exotische Leidenschaft. Diese Musik ist Lebensbekenntnis, das Leben in seiner Vielfalt zu erleben, sowohl unbeschwerte Leichtigkeit als auch tiefgründigen Schmerz zu leben.

Die Magie Brasiliens

Im Sommer vor sechs Jahren hat alles begonnen. Sängerin Rea Hunziker sollte noch nicht ahnen, wie sehr die fünf Wochen Ferien in der Heimat ihrer Freundin, die ein Jahr als Austauschschülerin in Reas Klasse war, verändern würde.

«Die Zeit in Brasilien kommt mir heute noch vor, als wäre es gestern gewesen. Es sind Erinnerungen, die mir geblieben sind.» Sie spricht von jener Unbeschwertheit, die damals einfach allem das Gewicht nahm, von Sommer, Strand, emotionsgeladener Musik und durchtanzten Nächten. Nach den Ferien war Hunziker verändert.

Von Land, Kultur und Musik so beeindruckt, hat sie sich dieses «Magische» zu eigen gemacht. Sie beginnt den grossen brasilianischen Frauenstimmen Maria Rita und Elis Regina nachzueifern, lernt Portugiesisch und singt darauf über Krieg und Frieden, das Selbst, die Liebe und das Leben.

Musikvideo zum Tour-Abschluss

Seit drei Jahren geht Hunziker an die Jazzschule in Luzern; 2011 gründete sie mit vier talentierten Musikstudenten – Gitarrist Sebastian Pietrowiak, Bassist Gianluca Giger, Perkussionist Freddy Benitez aus Ecuador und Altsaxofonist Nino Wenger – Rea Som.

Nach vielen Konzerten und zahlreichen Aufnahmen soll als Abschluss der ersten Tour der Band jetzt mit dem Musikvideo eine visuelle Identität gegeben werden. Gedreht wurde bei einem Live-Konzert im romantischen Seebistro LUZ in Luzern.

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