Baden

Die Kino-Gästezahl war trotz Badenfahrt stabil

Der Schweizer Film «Die göttliche Ordnung» war 2017 der zweiterfolgreichste Film in den Badener Kinos. Severin Bigler

Der Schweizer Film «Die göttliche Ordnung» war 2017 der zweiterfolgreichste Film in den Badener Kinos. Severin Bigler

2017 fehlte ein Kassenschlager – Schweizer Filme gehörten zu den beliebtesten des Jahres.

Wie erfolgreich ein Badener Kinojahr ausfällt, hängt jeweils massgeblich davon ab, ob ein Kassenschlager gezeigt wird. Im vergangenen Jahr fehlte ein Überflieger wie «James Bond», weswegen 2017 als durchschnittliches Jahr in die Geschichte eingehen wird. 273'000 Tickets wurden in den zehn Badener und Wettinger Kinos verkauft (-0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Zum Vergleich: Als bestes Jahr des laufenden Jahrzehnts gilt 2015, als die 300'000er-Gästemarke geknackt wurde. Ein Jahr zuvor hatten sich nur 253'000 Gäste einen Film angeschaut.

Top-Film: Despicable Me 3

Alexandra Sterk, Geschäftsführerin der Sterk Cine AG, spricht von einem stabilen Jahr, was vor allem wegen der alles dominierenden Badenfahrt als Erfolg bezeichnet werden dürfe. Erfolgreichster Film im vergangenen Jahr war «Despicable Me 3» mit 10'152 Besuchern. Selten verzeichnete der meistgesehene Film so tiefe Besucherzahlen. Zum Vergleich: Der Bond-Streifen «Spectre» lockte vor zwei Jahren fast 25 000 Besucher in die Säle. Auf dem zweiten Platz im vergangenen Jahr landete der Schweizer Film «Die göttliche Ordnung» mit 8719 Gästen, gefolgt von «Star Wars: The Last Jedi» (8'514 Besucher).

Gleich mehrere Schweizer Produktionen schafften es letztes Jahr in die Liste der beliebtesten Filme: «Die letzte Pointe» (4002), «Papa Moll» (3973), «Flitzer» (3024) und «Mein Leben als Zucchini» (1185), der für die Oscars nominiert war, sorgten für ein erfolgreiches Schweizer Filmjahr – zumindest in den Badener Kinos.

2018 ist die Ausgangslage für die Kinobetreiber erneut nicht leicht. Wiederum droht im Sommer während Wochen eine Besucherebbe – wegen der Fussball-Weltmeisterschaft im Juni und Juli. «Kommt hinzu, dass in dieser Zeit kaum neue Filme in die Kinos kommen; die Produktionsfirmen lancieren ihre Filme nicht gerne während solchen Grossereignissen», sagt Alexandra Sterk.

Die Sterk Cine AG ist ein Familienunternehmen, das in vierter Generation geführt wird. Die zehn Kinosäle befinden sich im «Trafo» und «Sterk» in Baden sowie im «Elite» in Wettingen.

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