Turgi
Die kleine Gemeinde ist eine stolze Energiestadt

Zum dritten Mal hat Turgi einen sogenannten Re-Audit – eine Qualitätskontrolle des Trägervereins Energiestadt – erfolgreich bestanden. Bis mindestens November 2016 darf Turgi weiterhin das Label «Energiestadt» tragen.

Daniel Vizentini
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Turgi mit dem Bahnhof im Zentrum aus der Vogelperspektive

Turgi mit dem Bahnhof im Zentrum aus der Vogelperspektive

zvg

2001 hat die Gemeinde erstmals diese Auszeichnung erhalten.

Von insgesamt 439 möglichen Punkten erreichte Turgi 271,3 – eine Ausbeutung von 62 Prozent. Verschiedene Massnahmen der Gemeinde wurden als positiv bewertet. So etwa das neue Abfallkonzept, das die energetische Verwertung von Kehricht und Grüngut vorsieht. Seit Sommer 2012 werden in Turgi fast alle gemeindeeigenen Liegenschaften mit Fernwärme aus der Kehrichtsverbrennungsanlage beheizt. Der Anteil erneuerbarer Wärme in der Gemeinde beträgt rund 15 Prozent. Die gute Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr und Tempo 30 in allen Quartieren sowie auf der Bahnhofstrasse sind weitere energetische Trümpfe.

Obersiggenthal ist 2012 aus dem Energiestadt-Label ausgestiegen, Turgi hält weiter daran fest. «Wir sind überzeugt davon, dass es eine gute Sache ist», sagt Gemeinderat Daniel Frei. Die Gemeinde schreibt grosse Liegenschaftsbesitzer an und animiert diese, etwa die Fenster zu isolieren oder die Gebäude an das Fernwärmenetz anzubinden. Einfamilienhausbesitzer werden von der Gemeinde informiert, wie sie mit Sonnenkollektoren Wasser aufwärmen können. «Es entstehen Kosten, aber es ist gut investiertes Geld.» Neben den Investitionen zahlt Turgi jährlich 1300 Franken für die Mitgliedschaft im Trägerverein Energiestadt.