Baden

Die Kulturstadt Baden soll um eine Attraktion reicher werden

Nadja Schneider.

Nadja Schneider.

Im Badener Quartier Meierhof soll eine generationenübergreifende Freiluftbar entstehen, die Familien in die Kulturszene integrieren will. Die Idee stammt von der Badenerin Nadja Schneider.

Die Tuchakrobatin kennt man schon vom Erlebnistheater «Stein!», das letzten August auf der Ruine Stein aufgeführt wurde.

Als sie vor vier Jahren Mutter wurde, suchte sie nach einer Ausgangsmöglichkeit für Familien. Sie merkte schnell, dass Kinder oft als unpassend oder als zu laut empfunden werden. Deshalb kam sie auf die Idee, einen Ort zu schaffen, der Ausgang für die ganze Familie ermöglicht und gleichzeitig Kunst vermittelt. «Ich möchte Kindern und Jugendlichen zeigen was Kunst ist und sie nach draussen in die Natur locken», sagt Nadja Schneider.

Auf der Wiese am Felsenweg im Meierhofquartier möchte sie ihr Projekt «Kunst-Raum-Mensch» realisieren. Geplant sind eine Kleinbühne, der «Bade-Wage», ein von der Stadt zur Verfügung gestellter Wagen gefüllt mit Outdoorspielzeug sowie ein Küchen- und Barwagen. Es sei so gedacht, dass man an der Bar Kleinigkeiten wie Salat, Fleisch und Vegispiessli kaufen kann. Diese könne man dann auf der bereits vorhandenen Feuerstelle selber grillieren. Auf der Bühne würden nachmittags oder abends Konzerte für Gross und Klein stattfinden. Nadja Schneider sagt: «In der Freiluftbar hat es Platz für alle. Es sind bereits viele Attraktionen für Kinder und Erwachsene geplant.» Mehrere Künstler wie Red Shamrock und Noche Flamenco hätten bereits zugesagt.

Fäden spinnen

Fäden spinnen

Die Vertikaltuchperformance «Fäden spinnen»an der KulTour 2012 in Baden.

Das Baugesuch liegt noch bis zum 12. Januar im Büro Planung und Bau auf. Die Initiantin rechnet zwar mit Einsprachen, ist aber zuversichtlich. «Sonst dürfte man solche Sachen gar nicht erst anfangen», sagt sie lachend. Sie möchte den Anwohnern die Angst vor dem Lärm nehmen: «Die Lautstärke werden wir den Örtlichkeiten und der Umgebung anpassen.» Bis Mitte Februar gilt es für Schneider noch auszuharren, bis der Entscheid der Stadt kommt. Wenn grünes Licht gegeben wird, öffnet die Freiluftbar bereits im April 2015.

Die Tuchakrobatin erhielt viele positive Rückmeldungen und wird durch die Stadt und den Quartierverein unterstützt. Die Bauten werden durch die Fislisbacher Schreinerei Peterhans Schibli gesponsert. Die Freiluftbar wird als Verein geführt und sucht noch Sponsoren und viele freiwillige Helfer.

Mehr Infos zum Projekt «Kunst-Raum-Mensch» finden Sie hier

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