Freundlich ist der Samstag nicht gerade, es regnet, entsprechend wenig Leute sind auf die Strasse, ob zu Fuss oder mit dem Auto. Eine Ausnahme sind rund 70 Personen, die während etwa anderthalb Stunden durch die Wettinger Landstrasse zwischen den beiden Kreiseln wandern und sie intensiv betrachten. Sie beteiligen sich am 3. Mitwirkungsanlass zur Masterplanung Landstrasse.

Wett Masterplan Rundgang Samstag

Wett Masterplan Rundgang Samstag

Unter Leitung von Moderator Michael Emmenegger erläutern Urs Heimgartner und Martin Valencak von der kommunalen Abteilung Bau und Planung verschiedene Knackpunkte an der Landstrasse.

Nach dem Rundgang findet im Rathaussaal ein Workshop statt. In sieben Gruppen eingeteilt, diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ideen und Vorstellungen. Die Basis dazu war der Masterplan für den mittleren Abschnitt der rund zwei Kilometer langen Landstrasse.

Die Landstrasse ist zu schmal

Zum Ausdruck kam, dass allen Beteiligten die Landstrasse am Herzen liegt. Doch die Ansprüche an die Landstrasse waren, wie erwartet, sehr vielfältig. Moderator Emmenegger stellte dazu fest: «Die Landstrasse ist zu wenig breit, um auf ihr alle Wünsche erfüllen zu können.» Geprägt war die ganze Diskussion vom Verkehr. Durch die Landstrasse fahren pro Tag rund 15 000 Fahrzeuge. Einige davon werden dort parkiert, weil ihre Lenkerinnen und Lenker einkaufen können.

Über diese Parkplätze wird immer wieder diskutiert. Nach dem Masterplan sollen sie beibehalten, aber in Zweiergruppen konzentriert werden. Die Frage wurde aber aufgeworfen: Dienen die Parkplätze dem Zentrum oder ist das Zentrum da, um parkieren zu können? Der vorgeschlagene Mehrzweckstreifen in der Strassenmitte stiess ebenfalls nicht auf ungeteilte Zustimmung. Die Vorschläge aus den Arbeitsgruppen umfassten das ganze Spektrum, von Einbahnverkehr, tagweiser Sperrung, besserer Beleuchtung bis hin zur unterirdischen Führung.

Unbestritten war, dass es überdeckte Veloparkplätze braucht. Angesicht des herrschenden Wetters eine mehr als verständliche Forderung. In seiner Bilanz sagte Emmenegger: «Wir sind uns sehr uneinig, aber das ist gut so.»

Aufruf an den Gemeinderat

«Die Ergebnisse werde ich, unterteilt nach Gruppen, zusammenfassen», sagte Emmenegger zum weiteren Vorgehen. So werden sie in die vertiefte Diskussion zur Landstrasse einfliessen: «Gemeinderat und Planer sehen, was sie besonders beachten müssen.»

Im Oktober steht eine weitere Veranstaltung auf dem Programm. Abschliessend betonte Urs Heimgartner, dass dies ein wichtiger Anlass gewesen sein: «Ihre Äusserungen bringen uns viele wichtige Informationen.» Und er versprach den mehrfach geäusserten Wunsch an den Gemeinderat weiter zu geben: «Seid mutig bei den Entscheiden.»

Masterplan: www.wettingen.ch