Erreicht wird dies mit neuen Gebäuden entlang der Landstrasse, im Bereich Willestrasse, Grabäckerstrasse und Büelstrasse. Talseits entsteht ein rund 140 Meter langes Wohn- und Gewerbegebäude (siehe Visualisierung). Das Besondere: Das Gebäude steht elf Meter von der Strasse entfernt. «Das ist eine Zwangsbaulinie, die Häuser müssen dort stehen», sagt Lovisetto. Auf dem so entstehenden freien Raum, sollen das Trottoir angelegt und Bäume angepflanzt werden. Damit wird die Landstrasse zur Alle. Diese Gestaltungselemente sollen in Richtung Tivoli weiter gezogen werden. «Es gelten auf der ganzen Strecke dieselben Vorgaben.»

Balkone schützen vor dem Lärm

Der talseitige Gebäudekomplex besteht aus vier Baukörpern, die je aus fünf Etagen und einem Attikageschoss bestehen. Verbunden werden die Baukörper mit den Balkonen und einer einheitlichen Fassade. Mit diesen werden die künftigen Bewohner vom Lärm der Kantonsstrasse geschützt. Bauherr des östlichsten der vier Baukörper, in der Abzweigung Landstrasse/Willestrasse, ist die Gössibau AG Geroldswil. Sie will die US Performence Cars AG in den Neubau verlegen. Mit dem Gebäude erhält die Abzweigung Landstrasse/Willestrasse ein markantes Element. Das Baubewilligungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.

Die drei anderen Gebäude werden von der Ingentis AG Zofingen realisiert und sind bereits im Bau. Neben 50 Mietwohnungen sind dort ein Hotel, ein Versammlungsraum für die Zeugen Jehovas und eine Kinderkrippe geplant. Letztere ist eine Forderung der Gemeinde. «Wir wollen möglichst in jedem Quartier eine Krippe, um die Wohnqualität in Spreitenbach zu steigern», sagt Bauverwalter Lovisetto. Für den Fahrzeugverkehr werden die Gebäude von der Industriestrasse her erschlossen. Die Parkplätze sind im Untergeschoss vorgesehen. Das Investitionsvolumen für die gesamte Anlage liegt bei 25,5 Millionen Franken.

Siedlung mit 105 Wohnungen

Bergseits planen die Implenia Development AG und die Profond eine Überbauung mit 105 Wohnung. Die beiden Unternehmen wollen rund 32 Millionen Franken in dieses Projekt investieren. Momentan läuft das Baubewilligungsverfahren dafür. Ein L-förmiges Gebäude ist zur Landstrasse hin geplant, vier Gebäude sind rückseitig davon vorgesehen. Sie weisen vier Etagen mit Attikageschoss auf. Die für eine solche Anlage von der Gemeinde geforderten Gemeinschaftsräume sind in einem kleinen Bau zusammengefasst. In diesem soll ein Zentrum, ähnlich wie das Quartierzentrum Langäcker, Platz finden. «Es soll der Quartierbevölkerung als Begegnungsort dienen», sagt Lovisetto. Das Quartierzentrum Langäcker umfasst die Gemeindebibliothek, die Jugendarbeit und die Cafebar Langäcker. Letztere wurde vor zwei Jahren im Rahmen des Entwicklungsprogramms Projet Urbain lanciert.