Spreitenbach
Die Limmattalbahn erhält ein umfassendes Sicherheitskonzept

Für die Planung der Limmattalbahn werden die Erfahrungen mit der Glattalbahn sowie dem Tramnetz der Stadt Zürich analysiert. In den letzten Wochen war es zum mehreren Unfällen der Glattalbahn gekommen.

Flavio Fuoli
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Visualisierung der Haltestelle Furttalstrasse in Spreitenbach.

Visualisierung der Haltestelle Furttalstrasse in Spreitenbach.

Beim Projekt Limmattalbahn werde der Sicherheit genügend Rechnung getragen, antwortet der Regierungsrat auf eine Anfrage aus dem Kantonsrat.

Die Anfrage eingereicht haben die Kantonsräte Franco Albanese aus Winterthur als Erst- und Andreas Geistlich aus Schlieren sowie Rochus Burtscher aus Dietikon als Mitunterzeichner.

Sie fragten den Regierungsrat, inwieweit die Personenunfälle mit der Glattalbahn bereits untersucht worden seien. Weiter wollten sie wissen, welche Ursachen für die Unfälle mit der Bahn auszumachen seien, mit welchem Massnahmenpaket der Regierungsrat die Unfallrate verringern wolle und welche Lehren hieraus für den Bau der Limmattalbahn gezogen werden könnten.

Der Regierungsrat antwortete unter anderem, dass keine Unfallschwerpunkte erkannt werden können. Ausserdem werden die geltenden Sicherheitsanforderungen für den Strassenbahnbetrieb deutlich übertroffen.

In Bezug auf die Limmattalbahn antwortete der Regierungsrat, dass auch bei den Arbeiten für die Planung der 13 Kilometer langen Neubaustrecke durch die Limmattalbahn AG die Sicherheit seit Beginn der Projektierung grosse Aufmerksamkeit geniesse.

Das Infrastrukturkonzessionsgesuch für das Bundesamt für Verkehr aus dem Jahr 2012 enthalte ein umfassendes Sicherheitskonzept.

Das Konzept weise stufengerecht nach, dass die Limmattalbahn unter Berücksichtigung der im Bericht aufgeführten Massnahmen sicher betrieben werden kann.

Die Limmattalbahn AG lasse zusätzlich zu den Abklärungen der Glattalbahn auch die Unfälle auf dem städtischen Tramnetz analysieren, um aus diesen Schlüsse für die Planung ziehen zu können, heisst es in der Antwort des Regierungsrats weiter.

Der gesamte bisherige Planungsprozess sei mit Einbezug der kantonalen und städtischen Fachstellen sowie verschiedener Interessengruppen, Pro Velo, Fussverkehr Schweiz, Behindertenkonferenz des Kantons Zürich, geführt worden.

Die an kritischen Stellen vorgesehenen Massnahmen seien besprochen und bei Bedarf angepasst worden. Im Verlauf der Projektierung seien zwei Verkehrsknoten gestützt auf Überlegungen zur Sicherheit und wegen der benötigten Leistungsfähigkeit entflochten worden.

«Gemäss heutigem Stand des Bauprojekts unterqueren die Mutschellenstrasse und die Überlandstrasse in der Stadt Dietikon das Trassee der Limmattalbahn kreuzungsfrei», teilt der Regierungsrat weiter mit.

«Das Bundesamt für Verkehr wird die Sicherheitsaspekte im Projekt im Rahmen des eisenbahnrechtlichen Plangenehmigungsverfahrens prüfen und bei Bedarf Auflagen zur Sicherheit verfügen», ist dem Schreiben des Regierungsrats zu entnehmen.