Nach 13 Jahren organisiert der Verein Regioskate Baden-Wettingen eine letzte Rundfahrt und löst sich danach auf. Vorstandsmitglied René Bosshard erklärt: «Leider sind die Teilnehmerzahlen stetig gesunken, zudem konnten wir keinen Nachwuchs für unsere Organisation gewinnen.» 

Die Meisten sind noch aus der Anfangszeit dabei. Zu Spitzenzeiten seien jeweils etwa 300 Skater mitgefahren, letztes Jahr waren es noch um die 150, so Bosshard. Die Reaktionen blieben nicht aus: «Viele unserer regelmässigen Teilnehmer bedauern diesen Schritt», doch hätten etwa die Hälfte der Skater nur sporadisch teilgenommen. Er vermutet, das habe mitunter damit zu tun, dass die Teilnahme an den Ausfahrten keine Anmeldung benötige.

Begonnen als «Piratenfahrten»

Seit 2002 organisierte das Team um René Bosshard regelmässige Inline-Skates-Ausfahrten in Baden und Wettingen. Während den ersten beiden Jahren erhielten sie jedoch noch keine Bewilligung, um die Strassen zu sperren.

So fanden die ersten Treffen inoffiziell statt: «Das waren jeweils kleine Piratenfahrten, später wurden wir von der Polizei sogar beaufsichtigt», sagt Bosshard. Ab 2004 durften die Organisatoren die Strassen sperren und sie schlossen sich der schweizweiten Organisation Monday Night Skate an.

Doch bereits im folgenden Jahr kam es aufgrund der vielen Vorschriften zum Bruch, fortan fanden die Treffen unter dem Namen Regioskate BadenWettingen statt.

Die Veranstalter mussten für die Strassensperrungen jährlich über 1500 Franken bezahlen. «Nun ist der grösste Sponsor abgesprungen und wir nutzen das restliche Geld noch für ein tolles Abschlussfest», sagt René Bosshard.

Denn nach der letzten Ausfahrt sind alle Inline-Skater zu einem kleinen Imbiss am Bahnhof Wettingen eingeladen. Dort wird der letzte Regioskate-Event beginnen und enden. «Es ist zurzeit unmöglich, eine Bewilligung für das Gebiet rund um den Schulhausplatz in Baden zu erhalten», erklärt Bosshard. Deshalb sei die Strecke diesmal ausnahmsweise nur in Wettingen.

Er selbst habe noch etwas Hoffnung, dass eine neue Gruppe das Regioskate übernehmen will und «den Geist der kostenlosen Ausfahrten weiterführen wird», sagt Bosshard. Beim letzten Treffen hofft er zudem auf viele Leute: «Wir haben genügend Verpflegung für mindestens 200 Personen geplant und können bei Bedarf noch mehr organisieren.»