Nach einem Warm-up mit Ex-Nationalspieler Alain Sutter traten die ersten beiden Mannschaften gegeneinander an. Mit einem Tor Differenz trennten sie sich. Ganz anders endete das Spiel von Zeka United und Axpo Plusport, das die Zeka-Spieler mit 12:1 für sich entschieden. Wie bei jedem Fussballmatch gingen auch in der Rehaklinik die Emotionen hoch. Die Spieler wurden angefeuert und bei guter Ballführung oder einem Tor wurde kräftig Applaus gespendet.

Sascha Freiburghaus, Grenchen: «Nach einem Hirnschlag blieb mein linker Arm sowie das linke Fussgelenk gelähmt. Die Freude am Fussball ist jedoch geblieben.» Spass gemacht hat es auch dem 18-jährigen Manuel Schmocker aus Stäfa. Als Kind sass er im Rollstuhl, war halbseitig gelähmt. Nun kann er wieder laufen, die rechte Hand ist jedoch nach wie vor gelähmt. «Das stört beim Rennen nicht wirklich. Heute bin im Sturm, sonst spiele ich in der Verteidigung», sagt er voller Stolz. Auch Nicolas Hausammann ist handicapiert, sitzt im Rollstuhl. Er arbeitet bei Plusport, dem Dachverband des Behindertensports Schweiz. Am Turnier amtete er als Kommentator. «Es macht Spass. Die Mannschaften schenken sich nichts.»

Sieg für die weit gereisten Gäste

Den Turniersieg holte sich das deutsche Gastteam Behindertensportverein BSV Schlümpfe, das 600 Kilometer Anreiseweg in Kauf genommen hatte. Sie schlugen das Team Zeka United (Zentrum für Körperbehinderte Aarau) mit 4:2. Ein Höhepunkt war zweifellos das Promispiel zwischen den «Football for All-Stars» (gute Fussballer mit Handicap) und den «Laureus Kick For Good Team». Letztere, mit den Promis Luigi Ponte, Alain Sutter, Urs Lehmann, Richi Bauer, Petar Alexandrov, Rolf Simmen und Stefan Gasser, gewannen das Spiel mit 8:4. Ein weiterer Höhepunkt war der Sutter-Talk. Jedes Team konnte sich mit dem Turnier-Paten und Laureus-Botschafter in ungestörtem Rahmen unterhalten. Alain Sutter: «Solche Events sind fantastisch. Sie haben für die Spieler eine grosse Bedeutung. Berührungsängste kenne ich nicht – ich habe eine Schwester, die behindert ist.»