Wettingen
Die Messebesucher werden immer preisbewusster

Die Ausstellung «Bauen und Wohnen» in Wettingen hat am ersten Tag 6000 Personen angezogen. Dank Smartphone vergleichen die Besucher die Preise oft noch vor Ort.

Patrick Hersiczky
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Gemütliches Flanieren am Eröffnungstag
7 Bilder
Noch keine Gedränge am ersten Messetag
Klarer Durchblick für Messebesucher und Austeller
330 Stände in sechs Hallen und einem riesigen Aussenbereich
Auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt
Dank wenig Gedränge konnte man noch gemütlich flanieren.
Messe Bau und Wohnen Wettingen

Gemütliches Flanieren am Eröffnungstag

Sandra Ardizzone

330 Stände, sechs Hallen und ein riesiger Aussenbereich mit Gartenmöbeln, Grillutensilien, Küchen, Badeinrichtungen – für den Eigenheimbesitzer gibt es alles, was das Herz begehrt.

Dennoch sind sich die Besucher am Eröffnungstag der Messe Bauen und Wohnen noch nicht auf die Füsse getreten, auch wenn am Donnerstag traditionell kein Eintritt verlangt wird. Es sind mehrheitlich Pensionierte, die sich über die neusten Trends informieren wollen.

Messeleiter Marco Biland schätzte, dass am ersten Tag rund 6000 Personen den Anlass besuchten. An diesem Donnerstagnachmittag war es aber ein gemütliches Flanieren durch die grösste Gewerbemesse des Kantons Aargau.

Eine Umfrage bei den Standbetreibern zeigte: Die Kunden sind nicht nur energie-, sondern vor allem preisbewusster geworden. Ein Firmenvertreter von einem Gartenmöbelgeschäft erklärt: «Seit etwa fünf Jahren stellen wir fest, dass die Kunden die Preise mehr vergleichen. Ich sehe oft Kunden, die gleich vor Ort mit ihrem Smartphone die Preise vergleichen.»

Beim aus Luzern stammenden Fachgeschäft stünden aber immer noch die Qualität der Möbel und die Beratung im Vordergrund. Auch andere Standbetreiber sagen – wenn auch hinter vorgehaltener Hand – dass bei einigen Kunden durchaus das Credo «Geiz ist geil» gilt.

Bei den meisten Anbietern gibt es aber ohnehin den gewohnten Messerabatt. Ein Unternehmen, das Grills, Feuerschalen oder Kamine anbietet, gewährt den Kunden auch zwei Wochen nach der Messe noch eine Preisreduktion an. Das sogenannte Nachgeschäft – wenn Kunden also im Laden vorbei kommen – ist bei vielen Ausstellern fast wichtiger als der Verkauf direkt an der Messe.

Die meisten angefragten Aussteller rechnen nur mit einem kostendeckenden Budget für den Messeauftritt. Gut sei, und das sagen viele, dass die Stände an der «Bauen und Wohnen» im Tägi nicht so teuer seien wie bei anderen Messen. Dennoch: «Bauen und Wohnen» zieht auch im zehnten Jahr immer mehr Besucher an, ob preisbewusst oder nicht.

Das Wetter kann aber – ob gut oder schlecht – wie so oft zum Spielverderber werden. Marco Biland meint zwar, es gebe verschiedene Ansichten darüber, wie der Wetterverlauf den Besucherstrom steuert.

Für die Aussteller ist das perfekte Messewetter nicht zu kalt, trocken und ohne stahlblauen Himmel. Denn sonst würden die Leute das schöne Wetter woanders geniessen. Immerhin: Die Prognosen versprechen für den Sonntag perfekte Messewetter: trocken und Temperaturen um die 17 Grad.