Wettingen
Die Mittelstufe startet in Containern

Im Februar 2017 wird das neue Schulhaus Zehntenhof zum Mittelstufenzentrum der Gemeinde

Dieter Minder
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So soll das künftige Schulhaus Zehntenhof aussehen.

So soll das künftige Schulhaus Zehntenhof aussehen.

Dennis Kolcava

Am 11. August beginnt das neue Schuljahr mit 6 Jahren Primar- und 3 Jahren Oberstufe. In Wettingen werden die rund 320 Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse der ganzen Gemeinde im neuen Primarschulkreis Zehntenhof zusammengefasst. Vorerst werden sie aber in den Schulcontainern auf dem Schulareal Margeläcker unterrichtet. Das künftige Schulhaus Zehntenhof, es soll im Februar 2017 eröffnet werden, muss aber erst noch gebaut werden. Die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klasse werden in den drei Primarschulkreisen Altenburg, Dorf und Margeläcker unterrichtet.

Provisorien im Margeläcker

Noch steht auf dem Areal der Schulanlage Dorf/Zehntenhof das in den Jahren 1961/62 erstellte Schulhaus Zehntenhof. Eine Sanierung des Gebäudes war aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr gerechtfertigt. Die Gemeinde lancierte einen Wettbewerb, aus dem das Projekt «Max + Moritz» als Sieger hervorging. Die Stimmberechtigten genehmigten das Projekt am 24. November 2013 an der Urne. Momentan liegt das Baugesuch auf. Im Februar 2015 soll das bestehende Schulhaus abgebrochen werden.

Anschliessend wird das neue Schulhaus Zehntenhof gebaut. Im Februar 2017 soll dann die Mittelstufe in ihr neues eigenes Schulhaus einziehen. Damit werden die Container auf dem Margeläckerareal nicht mehr benötigt. Sie werden, als letzte Aktion der laufenden Schulhausbauperiode, im Frühjahr 2017 demontiert. Damit endet die Phase der Provisorien. In den Containern wurden in den letzten Jahren die Jugendlichen der Schulanlage Margeläcker unterrichtet. Die dortigen Schulhäuser wurden werden aufgestockt um Platz für die zur Sereal vereinigte Sekundarschule und Realschule geschaffen.

Angekündigt und nie eingereicht

Die Absicht, die 5. und 6. Klasse in einer Mittelstufe zusammenzufassen, war bei der Interessengemeinschaft «Sechs Jahre ein Schulhaus» auf Widerstand gestossen. Sie forderte einen 4. Primarschulkreis. Die Jugendlichen sollten von der 1. bis 6. Klasse im selben Schulhaus unterrichtet werden. Vor einem Jahr lancierte die Gruppe eine Initiative für einen 4. Schulkreis. Sie hoffte, innert Monatsfrist 1500 Unterschriften zu sammeln. Doch dann wurde es zunehmend ruhiger um die IG. «Wir haben die Initiative einfach nicht eingereicht», antwortet IG-Mitglied Ulrike Kirschbaum auf Anfrage. Wie viele unterschrieben haben, will sie nicht sagen. Und zur Interessengemeinschaft ergänzt sie: «Die Gruppe gibt es nicht mehr.»

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