Mit dem «Happy Luxemburg» aus der Feder des legendären James Last eröffneten die Musikanten unter der Leitung von Sergey Yelizarov swingend den Abend. Das Repertoire enthielt eine Reihe von Leckerbissen. Wer kennt sie nicht, die Lieder des ehemaligen Berner Troubadours Mani Matter? In seinem Arrangement des «S’ Zundhölzli» schrieb Mario Bürki ein langsames Intro. Ausserdem verblüffte ein Altsaxofon-Solo aufhorchen.
Tosenden Applaus ernteten die Musikanten mit einem Potpourri durch die grössten Hits der Schweizer Rocklegende Polo Hofer. Flötenpassagen entzückten im Titel «Kiosk». Die Lichtregie liess die Bühnenbeleuchtung zum Takte der Musik flackern, was aber für das Publikum eher gewöhnungsbedürftig gewesen sein dürfte.

Musikalischer Höhepunkt des Abends bildete die Komposition «What A Wonderful World». Die einst durch den Jazztrompeter Louis Armstrong bekannt gewordene Melodie interpretierte in Stetten Solist Daniel Herrero auf dem Flügelhorn. Gekonnt und gefühlvoll lud er die Besucher buchstäblich zum Mitsingen ein. Das Stück wurde rausgeklatscht.

Immer weniger Mitglieder
Ob sie ihre Weihnachts-Gebäcke bereits gebacken hätten, fragte Moderatorin Cornelia Küng bei den Konzertbesuchern nach. Weihnachtsmusik gehöre beim «Guetslen» allemal dazu, so Küng. Das Medley «Christmas On The Rock» enthielt diverse bekannte Lieder wie «Stille Nacht» und «Jingle Bells». Das Publikum war begeistert und wollte das Medley nochmals hören.
Zu einem Jahreskonzert-Programm gehören standesgemäss auch Ehrungen. Vereinspräsident Alois Huber durfte mehrere Jubilare für ihre langjährigen Tätigkeiten auszeichnen. Tuba-Spieler Walter Meier durfte sogar unter grossem Applaus die CISM-Medaille des Internationalen Musikbundes für seine 60-jährige Blasmusiktätigkeit entgegennehmen.

In ihrem Verein werde jedes Mitglied nach 20-jähriger Mitgliedschaft automatisch zum Ehrenmitglied ernannt, erklärte Präsident Alois Huber. Mit sarkastischem Unterton ergänzte er, dass mittlerweile nur noch Ehrenmitglieder musizieren. Damit sprach er ein Problem an, welches nicht nur die Musikgesellschaft Stetten plagt: Nachwuchsmangel und damit Mitgliederschwund. In der Tat ist es den Stetter Musikanten nur mehr mit Aushilfsmusikern möglich, ein solches Konzert durchzuführen.

Nach einem österreichischen Potpourri, bestehend aus «Steirermen» und «I Sing A Lied Für Di», klang der Abend bei bester Stimmung aus mit dem Marsch «Over And Out».