Das Angebot in der Region Baden-Wettingen sei zu klein und für die Eltern zu unübersichtlich, steht im Schreiben des Gemeinderates. Auch werde zu wenig informiert. Mit einem Kredit von 25'000 Franken soll jetzt ein Konzept ausgearbeitet werden, das die Situation ändert.

Das Konzept wird von Baden und Wettingen erarbeitet und die Kosten geteilt. Den ersten Elternbildungstag der Region Baden-Wettingen wurde von mehr als 600 Menschen besucht. Das Bedürfnis der Bevölkerung ist vorhanden. Das sei allen Parteien klar.

Christian Wassmer (CVP) ist vom Bedarf überzeugt: «Die Nachfrage nach Elternbildungskursen kann mit dem heutigen Angebot nicht abgedeckt werden.» Dies bestätigte auch das Abstimmungsergebnis des Einwohnerrats deutlich.

Über 900 Stunden Freiwilligen-Arbeit

Bisher wurden die Anlässe mehrheitlich durch ehrenamtliche Frauen organisiert und durchgeführt. Über 900 Stunden Freiwilligen-Arbeit pro Jahr stecken in den Kursen «Die freiwilligen Helfer erhielten keine Unterstützung», sagt Jürg Baumann von der Finanzkommission.

Claudia Berli von der FDP erklärt, die Partei stütze das Kreditbegehren ebenfalls, wendet aber ein: «Nur finanziell soll die Elternbildung von der Gemeinde unterstütz werden.»

Wassmer stellte fest: «Die Besucher des Elternbildungstages kommen aus der ganzen Region.» Deshalb sollten auch die Nachbargemeinden Beiträge leisten.

Markus Bader (SVP) sagt: «Der grosse Besucheraufmarsch zeigt, dass die Elternbildungstage gefragt sind.»

Die Partei befürchte aber, dass ungeahnte Folgekosten erwachsen würden. Die Gemeinderätin Yvonne Feri betonte: «Das Fördern der Elternbildung ist eine gute Sache und entspricht dem Zeitgeist».