Baden
Die Natur erhält Lebensraum am Schloss Stein

Das Schloss Stein gilt als eigentlicher Natur-Hotspot für seltene Pflanzen- und Tierarten, die felsige, sonnige Nischen bevorzugen. Diese Lebensräume werden in den nächsten Wochen am Schlosshügel aufgewertet.

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Auf Schloss Stein werden Aufwertungsmassnahmen für die Pflanzen und Tiere vorgenommen.

Auf Schloss Stein werden Aufwertungsmassnahmen für die Pflanzen und Tiere vorgenommen.

Walter Schwager

Die Lebensräume am Schloss Stein werden in den nächsten Wochen am Schlosshügel aufgewertet. Dazu werden Efeu, Sträucher und Gehölz partiell entfernt, wie die Stadt Baden heute mitteilt.

Rund 90 Prozent aller seltenen Pflanzenarten in Baden wachsen auf den Trockenstandorten Schartenfels, Schlossberg und Martinsberg. Es sind eigentliche Natur-Hotspots, mit Aufwertungsmassnahmen könne hier besonders viel bewirkt werden, heisst es in der Mitteilung.

Im Richtplan Natur und Landschaft 2012, dem Kompass für die Naturschutzarbeiten in der Stadt Baden, werden diese Lebensräume deshalb bei der Massnahmenplanung prioritär behandelt. Im letzten Herbst wurde am Schartenfels übermässig wachsendes Grün geschnitten, ausgerissen und ausgehackt.

Seither präsentieren sich die felsigen, sonnigen Partien grossflächig und bieten den summenden Insekten, Eidechsen und spezialisierten Pflanzen einen optimalen Lebensraum. Ab dem 28. Oktober sind nun ähnliche Arbeiten auf dem gegenüberliegenden Schloss Stein geplant. Damit wird die Ökobrücke zwischen den beiden Felsgebieten gestärkt.

Zur Förderung der wertvollen, mageren Felsfluren werden Efeu, Sträucher und Gehölz entfernt und teilweise wird Humus abgeführt. Berglauch, Pfirsichblättrige Glockenblume und der in der Sonne tanzende Himmelblaue Bläuling werden neben anderen Arten profitieren. (pz)