Normalerweise mag Fabienne Tanoa sonniges Wetter. Am Dienstag war sie aber ganz froh, als am Himmel für einmal dicke Wolken hingen. «Einen gemütlichen Beginn» erhoffte sich die Inhaberin dadurch für ihre «Kajüte».

Tanoas Wunsch blieb allerdings unerfüllt: Vor dem umgebauten Container mit Küche und Bar reihten sich die Menschenschlangen in der Mittagszeit. Die neue Sommerbeiz beim Tränenbrünneli feierte ein gelungenes Debüt.

«Wegen uns werden hoffentlich noch mehr Badener an die Limmat kommen»

«Wegen uns werden hoffentlich noch mehr Badener an die Limmat kommen»

Fabienne und Jay Tanoa haben am 1. Mai ihre «Kajüte» an der Limmatpromenade eröffnet.

«Endlich zu eröffnen, ist ein Wahnsinnsgefühl, das all unsere Erwartungen übertrifft», freut sich Tanoa. Gemeinsam mit Ehemann Jay und einem 15-köpfigen Team bedient sie ihre Gäste von Mai bis Oktober, sonntags bis donnerstags von 9 bis 21 Uhr, am Freitag und Samstag von 9 bis 22 Uhr.

Die Beiz wartet mit einer umfangreichen Kaffeekarte auf; Bier, Wein und Softdrinks gehören aber ebenso zum Sortiment wie Flammkuchen oder Pulled Beef Burger. An den Holztischen können bis zu 65 Personen sitzen, hinzu kommen weitere Plätze an Stehtischen.

Einsprachenflut durchgestanden

Bis die «Kajüte» ihren Anker auf dem idyllischen Tränenbrünneli-Platz setzen konnte, musste sie sich durch stürmisches Fahrwasser kämpfen. Bereits im August 2015 reichte das Ehepaar Tanoa bei der Stadt ein Baugesuch ein.

Eine regelrechte Einsprachenflut verhinderte den Gastrobetrieb aber vorerst. Die Beiz führe zu Lärm, Abfall und Wertminderung ihrer Immobilien, monierten die Einsprecher.

Erst im April vor einem Jahr wies der Regierungsrat die Einsprachen ab und gab dem Betrieb damit grünes Licht. Von der Stadt Baden erhielt die «Kajüte» eine vorläufige Bewilligung für zwei Sommer-Saisons.

Einige hundert Meter weiter, unterhalb der Hochbrücke, führt Fabienne Tanoas Schwester Michelle Huber das «Triebguet». Bricht bald ein Konkurrenzkampf innerhalb der Familie aus? «Ganz und gar nicht», sagt Tanoa und lacht.

Die beiden Sommerbeizen würden sich bestens ergänzen – und dazu beitragen, die Limmatpromenade als Aufenthaltsraum zu gestalten. «Wir hoffen sehr, dass die Leute wieder öfter den Weg an die Limmat finden.»

Aargauer Gastro-Karte: