Die fünf jungen Männer zwischen 23 und 28 Jahren setzten sich beim Bandcontest gegen 200 Bewerber durch. «Wir haben uns natürlich riesig gefreut», sagt Bassist Andi Hasler. Gitarrist Sascha Maksymov hatte die Band im Oktober zum Contest angemeldet, ohne den anderen Bandmitgliedern Bescheid zu sagen.

(Quelle: youtube/silentcircusofficial)

Silent Circus - Never Go Down

«Ich hatte selbst schon fast vergessen, dass ich uns eingetragen habe. Bis wir im Februar Bescheid bekamen, dass wir eine Runde weiter sind», sagt er. In einem Zürcher Club traten Silent Circus und zwei andere Bands gegeneinander an. Eine Jury bestehend aus drei Vertretern des Greenfield, einem des Clubs, einem von Radio Energy und einem von 20 Minuten wählte anschliessend den Gewinner.

Nach dem Gig geht die Party los

«Wir waren alle schon auf vielen Festivals im In- und Ausland, unter anderem auch am Greenfield. Und jetzt werden wir dort selbst auf der Bühne stehen», sagt Sänger Peter Haller. Die Band sieht den Auftritt als Chance, um neue Fans zu gewinnen und Kontakte zu knüpfen.

«Wir überlegen uns nicht, ob wir allen gefallen oder nicht. Wir werden unser Bestes geben, wie an anderen Konzerten auch», sagt Maksymov. Doch es gibt einige Unterschiede zu den Konzerten, die die Bands bisher gespielt hat: «Normalerweise ist das Publikum ganz nahe bei der Bühne. Am Open Air gibt es einen Graben, der die Band und die Zuschauer trennt. Das versuchen wir mit unserer Show zu kompensieren», sagt Hasler.

Nebst ihrem eigenen Auftritt freuen sich die Bandmitglieder am meisten auf die Band Rammstein. Maksymov: «Wir werden das Festival wahrscheinlich erst nach unserem eigenen Gig geniessen können. Doch dann machen wir richtig Party.»

Keine Drachen abschlachten

Silent Circus macht seit drei Jahren in dieser Besetzung Musik, doch alle fünf Mitglieder haben schon vorher in anderen Bands gespielt. Gemeinsam haben Silent Circus ein Album herausgebracht und rund 60 Konzerte gespielt.

«Wir machen Metal, doch in unseren Songs geht es nicht darum, wie wir Drachen abschlachten», sagt Maksymov. «Wir verarbeiten in unseren Songs Alltagsprobleme und persönliche Themen», sagt Haller. Dabei steuern alle Bandmitglieder Ideen bei. Ebenso beim Bandnamen.

«Wir haben lange überlegt, bis wir uns auf einen Namen einigen konnten», sagt Haller. Die Worte «Silent», also still, und «Circus», was für Unruhe steht, passen eigentlich nicht zusammen. «Es klingt zwar gut, ist aber speziell, genauso wie wir», sagt Haller und lacht.