Schuleinweihung

Die Neuenhofer sind das Schnecken-Image los

Die Gemeinde feierte die Einweihung der neuen Schulanlage vier Tage mit einem grossen Fest.

In ihrer Eröffnungsrede erklärte Susanne Voser, Grossrätin und Gemeindeammann von Neuenhof, dass die Neuenhofer nicht immer so schnell waren im Renovierungsprozess. Deshalb haben sie noch von früherer Zeit wahrscheinlich den Übernamen «Schnägge». Voser erzählte, wie die Entwicklung des Schulsystems vor ein paar hundert Jahren nur schleppend vor sich ging. «Doch jetzt sind die Neuenhofer keine Schnecken mehr, sondern Überflieger», sagt Voser. Die ganze Schulanlage wurde innerhalb von drei Jahren komplett renoviert. Für die Schulhäuser wurden fast 30 Millionen Franken investiert und für die Kindergärten 5,5 Millionen.

Neben verschiedenen Gastrednern wie den nächsten Grossratspräsident Bernhard Scholl, den Wettinger Gemeindeammann Roland Kuster und Daniel Dickenmann, dessen Architektenbüro das Konzept des Umbaus erstellt hat, stattete Wilfried Dölker aus Deutschland Neuenhof einen Besuch ab. Dölker ist Bürgermeister von Holzgerlingen. Die Stadt in Baden-Württemberg pflegt mit Neuenhof seit über 30 Jahren eine Partnerschaft. Dölker übergab Susanne Voser ein spezielles Geschenk. Zwei Holzfiguren geschnitzt mit einer Kettensäge: die Helvetia und Wilhem Tell. «Zwei Figuren, die als Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit stehen», so Dölker.

Festlaune trotz schlechtem Wetter

Die Hauptrolle an der Feier spielten indessen die Kinder, die, unterstützt von der Musikgruppe SSassa, verschiedene Showacts wie Tänze oder Lieder aufführten. Trotz der schlechten Wetterprognosen, liessen sich die Neuenhofer die Festlaune nicht verderben. Am Samstag und am Sonntag gab diverse Aufführungen und Aktivitäten für Gross und Klein zu bewundern. In der alten Turnhalle wurde ein Food Court aufgebaut, der die Vielfalt von Neuenhof widerspiegeln sollte. Die Besucher konnten unter anderem thailändisch essen oder Spezialitäten aus Kolumbien probieren. Für die Kleinen gab es eine Bastelecke, die vom Elternverein Neuenhof betreut wurde.

Natürlich durfte auch ein Lunapark mit einem Kettenkarussell und Ponyreiten nicht fehlen. Trotz Regen standen die Kinder Schlange, um eine Runde auf dem Pony zu drehen. Die Eltern warteten derweil geduldig mit Regenschirmen, bis ihre Sprösslinge mit strahlenden Gesichtern zurückkamen.

In der Aula gab es verschiedene Shows von Vereinen aus Neuenhof oder der Umgebung. So zeigte beispielsweise der Karate-Verein Shukokai aus Spreitenbach Einblicke in ihr Training. Die Führung durch die neuen Schulbauten, angeboten vom Architektenbüro Waeber/Dickenmann, zog ebenfalls viele Leute an. Und wer genug von allen Aktivitäten hatte, konnte sich in eines der Festzelte zurückziehen und Speis und Trank geniessen.

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