Dättwil

Die «Pinte» punktet wieder – soll aber trotzdem ein Restaurant für alle bleiben

Patrick Troxler von der «Pinte» hat allen Grund zum Feiern.

Patrick Troxler von der «Pinte» hat allen Grund zum Feiern.

Darüber freuen sich Pächter Patrick Troxler sowie Karin Mueller-Mäder von der Besitzerfamilie: Die «Pinte» figuriert im «Gault Millau» 2016 mit 13 Punkten. Seit dem Weggang von Bernhard Bühlmann 2006 gab es ein solches Glanzergebniss nicht mehr.

Offiziell weiss es Patrick Troxler (33) zwar bereits seit Anfang Jahr. Doch jetzt wird es in der neusten Auflage des Gastroführers Gault Millau erst publik; Die «Pinte» in Dättwil ist dort, wo sie während vieler Jahre war: In den Punkterängen.

Die Freude bei Troxler ist entsprechend gross: «Es ist der Traum vieler Köche, bei Gault Millau zu punkten und damit etwas zu bewirken.» Als er nach drei Jahren in der Rolle des Küchenchefs im Jahr 2013 zum Co-Pächter wurde, war das sein erklärtes Ziel.

«Wir werden trotzdem auf dem Teppich bleiben und weiter an uns arbeiten», sagt Troxler bescheiden. Die «Pinte» soll ein Restaurant für alle bleiben und kein Nobel-Lokal werden. Das Handwerk eines Kochs hat er im «Heinrütirank» in Widen erlernt, und danach seine Lehr- und Wanderjahre absolviert.

Endlich wieder Punkte für Baden

Es lässt sich in Baden zweifellos auch anderswo gut essen. Doch die Stadt war ein ganzes Jahr kulinarisches Niemandsland und nicht mehr in der obersten Gourmet-Liga vertreten. So oder so freut sich mit Troxler auch Karin Mueller-Mäder von der Besitzerfamilie. «Ich bin mega stolz», lautet ihr spontaner Kommentar.

Stolz ist sie insbesondere darum, weil sie damals als Geschäftsführerin Patrick Troxler in die «Pinte» geholt hatte. «Ich wusste, dass Patrick das Potenzial allein vom Kochen her dazu hatte, und hinter ihm steht eine hervorragende Crew», erklärt sie sich den Erfolg.

Inzwischen hat Küchenchef Patrick Troxler die alleinige Führung in der «Pinte» übernommen. Dazu Mueller-Mäder: «Sein Management ist hervorragend, und er macht das mit viel Herzblut und grossem Engagement.»

Die letzten Gault-Millau-Punkte holte die «Pinte» unter Starkoch Bernhard Bühlmann. Unter seiner Regie erreichte das Lokal im Jahr 2006 gar 17 Punkte. Nach seinem Abgang (2007) musste sich die «Pinte» erst wieder auffangen, während Bühlmann selber im Mägenwiler «Bären» bald wieder in den Punkterängen erschien.

Diesmal brachte es Bühlmann wieder auf stolze 15 Punkte. Pfändlers Gasthof zum Bären in Birmenstorf steht im Gastroführer mit 14 Punkten zu Buche. Ansonsten bleibt die Region Baden punktelos.

Gesamtübersicht Gault-Millau-Punkte im Aargau

16 Punkte

Hotel Ryokan Hasenberg, Rest. Kaiseki, Widen (=)

15 Punkte

Essen'z, Brugg (=)

Bären, Mägenwil (=)

Schlossgarten, Schöftland (=)

Rosmarin, Lenzburg (+1)

14 Punkte

Hirschen, Lenzburg (-1)

Bänziger, Seon (-1)

Hotel Bären, Suhr (=)

Pfändlers Gasthof zum Bären, Birmenstorf (=)

Seerose Cocon, Meisterschwanden (=)

Central, Safenwil (=)

Landgasthof Ochsen, Wölflinswil (=)

Federal, Zofingen (=)

Beluga, Aarau (Neu)

13 Punkte

Einstein, Aarau (=)

Mürset, Aarau (=)

Seebrise, Birrwil (=)

Zur Mühle, Oberentfelden (=)

Silvio's Ampère, Rupperswil (Neu)

Pinte, Dättwil (Neu)

Zum Hirschen, Villigen (Neu)

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