Niederrohrdorf
Die Polizei kontrolliert zwar mehr – doch gibt es auch mehr Bussen?

2016 hatdie Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal 2390 Fahrzeuge kontrolliert. Die Polizisten überprüften vor allem Quartierstrassen sowie Strassen im Schul- und Kindergartenbereich.

Carla Stampfli
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2390 Fahrzeuge hat die Regiopolizei 2016 in Niederrohrdorf kontrolliert. (Symbolbild)

2390 Fahrzeuge hat die Regiopolizei 2016 in Niederrohrdorf kontrolliert. (Symbolbild)

KEYSTONE/EPA/PATRICK SEEGER

2390 Fahrzeuge hat die Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal im vergangenen Jahr in Niederrohrdorf kontrolliert. Dies geht aus der kürzlich vom Gemeinderat publizierten Statistik hervor (siehe Tabelle rechts). Dabei wurden insgesamt 290 Bussen ausgesprochen, was einem Anteil gebüsster Fahrzeughalter von 12,1 Prozent entspricht – 2015 waren es noch 15,8 Prozent.

Auffallend ist: Obwohl die Anzahl Kontrollen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist (+3), wurden 2016 deutlich weniger Autos überprüft (2015: 8844 Fahrzeuge). Der Rückgang habe damit zu tun, dass die Regionalpolizei vom Gemeinderat angewiesen wurde, vermehrt Quartierstrassen sowie Strassen im Schul- und Kindergartenbereich zu kontrollieren, heisst es in der Statistik. Strassen also, auf denen die Verkehrsdichte wesentlich kleiner ist.

«Der Gemeinderat legt Wert darauf, dass auch im Bereich der Schulhäuser und Kindergärten Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, nicht zuletzt auch zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Fussgänger, Schüler und Fahrradfahrer», begründet Gemeindeammann Gregor Naef die Anweisung an die Repol.

Was die Geschwindigkeitskontrollen auf Quartierstrassen im Schulbereich betrifft, zeigen die Zahlen 2016 erfreuliches. Auf dem Clemenzweg und auf der Rüslerstrasse war keines der kontrollierten Autos zu schnell unterwegs, auf der Esterlistrasse waren es lediglich 5 Prozent. Auch auf dem Mülimattweg gab es nur geringe Übertretungen. Ganz anders sieht es hingegen auf der Bremgartenstrasse und im Weiler Holzrüti im Innerortsbereich auf. Dort ist die Übertretungsrate nach wie vor erhöht. «Wenige Übertretungen gab es einzig auf der Hiltibergstrasse, vermutlich auch wegen dem aktuell grossen Baustellenverkehr», heisst es in der Statistik.

49 km/h in Tempo-30-Zone

Die höchst gemessene Geschwindigkeit im Bereich der Tempo-30-Zonen hat die Regionalpolizei auf der Moosstrasse mit 49 und auf der Loorenstrasse mit 46 Kilometern pro Stunde gemessen. Ausserdem wurde auf diesen beiden Strassen der Zubringerdienst überprüft: Fünf Fahrzeuglenker hielten sich nicht an das signalisierte Fahrverbot. Was den Innerortsbereich betrifft, hat die Repol die höchste Geschwindigkeitsübertretung in der Holzrüti gemessen: Dort wurde ein Fahrzeuglenker mit 87 Kilometern pro Stunde geblitzt.

Wie der Gemeinderat weiter schreibt, wurde die Repol wiederum beauftragt, in diesem Jahr auf Durchgangs- und Quartierstrassen Kontrollen durchzuführen.