Kunst
«Die Quelle» ist nach 106 Jahren als Leihgabe zurück in Baden

«Die Quelle» von Hans Sandreuter (1850–1901) hing als eines von zwei Bildern im Speisesaal des «Grand Hôtel» in den Bädern. Nach 106 Jahren ist das Bild als Leihgabe nach Baden zurückgekehrt und erinnert an die goldenen Zeiten der Bäderstadt. Es soll in das entstehende Bäder-Vermittlungsprojekt integriert werden. An einer Vernissage wurde das Bild präsentiert.

Drucken
Teilen
«Die Quelle» hängt vorläufig vor dem Tagsatzungssaal. NCH

«Die Quelle» hängt vorläufig vor dem Tagsatzungssaal. NCH

Der Leihgeber Werner Schenker, Lehrer für bildnerisches Gestalten, erbte das Bild «Die Quelle» 2016 und ist der Meinung, dass das Zeitzeugnis wieder an seinen ursprünglichen Bestimmungsort zurück soll. Bevor es soweit ist, legt «Die Quelle» einen Zwischenstopp im Stadthaus Baden ein und ist für einen Augenschein öffentlich zugänglich. Als vorläufiger Standort des beachtlichen Kunstwerks wird der Aufenthaltsbereich vor dem Tagsatzungssaal dienen.

Wo ist das zweite Bild?

Der Maler Hans Sandreuter wurde hauptsächlich in der Schweiz als Künstler bekannt. Der Badener Hoteldirektor Robert B. Saft gab Hans Sandreuter 1891 den Auftrag, zwei Bilder für den Speisesaal seines 1873 gebauten «Grand Hôtel» zu malen. «Die Quelle» und «Das Bad» wurden nach kurzer Zeit auf Anordnung des Hoteldirektors jedoch wieder entfernt. Anschliessend wurden die Bilder von Hans Sandreuter 1899 zurückgekauft und kamen später in den Kunsthandel, wo sich ihre Spuren verlieren. 1939 schloss das Hotel und wurde 1944 im Rahmen einer militärischen Übung gesprengt.

Die Stadt Baden plant derzeit in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach-Baden, die zweitausendjährige Geschichte der Badener Thermen nach dem Bau des neuen Bades für die Öffentlichkeit möglichst vielseitig erlebbar zu machen. Ziel ist, das historische Bild von Hans Sandreuter in das auszuarbeitende Vermittlungskonzept zu integrieren.

Hinweise zum Verbleib des zweiten «Grand Hôtel»-Bildes von Hans Sandreuter «Das Bad» nimmt das Historische Museum Baden übrigens gerne entgegen. (az)

Aktuelle Nachrichten