Baden-Dättwil
Die Raiffeisen-Bankleitung kündigte «unpopuläre Handlungen» an

Trotz gewohntem Wachstum ist bei der Raiffeisenbank Lägern-Baregg ein behutsamer Umgang mit Ressourcen angesagt. An der Generalversammlung begrüsste SRF-Meteo-Moderatorin Sandra Boner 1345 Personen im Sportzentrum Baregg.

Manuel Hediger
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Sandra Boner (ganz links) stellt Fragen an Magnus Küng ( Pult links) und Federico Hürsch. Manuel Hediger

Sandra Boner (ganz links) stellt Fragen an Magnus Küng ( Pult links) und Federico Hürsch. Manuel Hediger

An der Generalversammlung kommen die Genossenschafter der Raiffeisenbank Lägern-Baregg zusammen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, ihre Stimme abzugeben und gut zu speisen.

Diesmal begrüsste SRF-Meteo-Moderatorin Sandra Boner 1345 Personen im Sportzentrum Baregg. Praktisch alle stimmten der Jahresrechnung, der Verzinsung der Anteilsscheine und der Wiederwahl der Revisionsstelle zu.

Zufrieden, aber nicht euphorisch erklärte Federico Hürsch, Vorsitzender der Bankleitung, dass der Bruttogewinn des Jahres 2012 im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau gehalten werden konnte und die Bilanzsumme leicht angestiegen sei.

Das Hypothekengeschäft weist ein gesundes Wachstum auf; ebenso weist der Geschäftsbericht von 2012 um rund 38 Millionen Franken mehr Kundenausleihungen als im Vorjahr.

Für nachdenkliche Gesichter sorgte der Erfolg aus dem Zinsgeschäft, der um 3,5 Prozent zurückgegangen war. Diese Tendenz sei kaum zu stoppen, werde doch der Markt weiterhin durch tiefe Zinsen geprägt sein und der Margendruck anhalten.

Um trotz der Flaute im Zinsgeschäft einen befriedigenden Bruttogewinn zu erzielen, wurde im vergangenen Geschäftsjahr der Sachaufwand stark reduziert.

GV 2014 in kleinerem Rahmen

Der Margendruck ist nicht die einzige Schwierigkeit, mit der die Bank zu kämpfen hat. Die Eigenmittelvorschriften der Eidgenössischen Finanzmarkaufsicht und die Weissgeldstrategie des Bundesrates dürften zusätzliche Kosten verursachen.

Um unter den schwierigen Bedingungen weiterhin einen verantwortungsvollen Umgang mit Kundengeldern zu pflegen, kündigte die Bankleitung «unpopuläre Handlungen» an.

Die GV, die bisher rund eine halbe Million Franken kostete und neben einem Menu auch Unterhaltungsshows bot, wird 2014 verkleinert und an einem Werktag im Trafo Baden stattfinden: Dann wird ein Apéro riche serviert.

Kostenreduktionen sind jedoch nicht der einzige Beweggrund für diese Umgestaltung: Mit der geeigneteren Verkehrslage und einer lockeren Atmosphäre soll der Altersdurchschnitt der Besucher nach unten gedrückt werden.