Baden
Die Reformierte Kirche zeigt die Fotos aus Neufundland von Christoph Hammer

Anlässlich des Reformationsjubiläums stellt die Reformierte Kirche Fotos des Badener Fotografen Christoph Hammer aus. Sie öffnen den Blick für weitere Aspekte des geschichtlichen Ereignisses.

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Die Foto-Ausstellung in der Reformierten Kirche Baden läuft noch bis zum 1. Juni.

Die Foto-Ausstellung in der Reformierten Kirche Baden läuft noch bis zum 1. Juni.

«Eigentlich bin ich ein Menschen-Fotograf», zitiert Stadtrat Erich Obrist in seiner differenzierten Laudatio den Badener Fotografen Christoph Hammer. Dass Christoph Hammer ein Menschen-Fotograf ist, zeigt sein fotografisches Engagement für Menschenrechtsorganisationen, aber auch der Bildband über die Benediktinerinnen des Klosters Fahr, der beim Badener Verlag hier+jetzt erscheinen wird.

Die Fotos zum Reformationsjubiläum, die zurzeit in der Reformierten Kirche Baden zu sehen sind, zeigen hingegen Landschaften, Gesteinsformationen und Bauwerke. Auch wenn hier keine Menschen auf den Fotos zu sehen sind, nimmt man das menschliche Wirken und Sein dennoch wahr.

Niedergang der Kabeljau-Fischerei

«Formation – Deformation – Reformation» heisst die Ausstellung mit den faszinierenden Aufnahmen. Die Anfrage, ob er zum Reformationsjubiläum eine Foto-Ausstellung macht, hat der Badener Fotograf Christoph Hammer mit Bildern aus Neufundland eindrücklich umgesetzt. Nach 500 Jahren erlitt die kanadische Provinz den Niedergang der Kabeljau-Fischerei, dem wirtschaftlichen Hauptzweig der Region, und musste sich neu erfinden. Die Fotos davon sind ein ungewohnter Bezug zum kirchlichen Jubiläum, der neue Sicht- und Verstehensweisen anregt.

Die Foto-Ausstellung in der Reformierten Kirche zeigt, wie die Prozesse von Formation, Deformation und Reformation ineinandergreifen. Reformation geschieht nie im leeren Raum. Sie knüpft immer an Bestehendes an, will etwas verändern, transformieren, das Wesentliche hervorbringen. Dabei liegt es letztendlich im Auge der Betrachterin und des Betrachters, welcher Aspekt auf einem Bild zu sehen ist.

Die Vernissage der Ausstellung fand regen Zuspruch und führte zu angeregten Gesprächen über das historische Ereignis, aber auch aktuelle Bezüge. Stimmig umrahmt wurde die Feier mit Saxofon-Klängen von Florian Egli.

Workshop rundet Ausstellung ab

Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet, am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 12 Uhr bis 19 Uhr. Bei der Finissage am 1. Juni um 19 Uhr wird Sibylle Hausammann-Merker zu Gast sein. Ein Foto-Workshop mit Christoph Hammer am 26. Mai rundet die Ausstellung ab (Anmeldung notwendig). (az)