Bellikon
Die Rehaklinik hat den Schritt in die Digitalisierung vollzogen

Während fünf Jahren wurden Um- und Neubauarbeiten durchgeführt. Am Wochenende konnten sich Interessierte die Rehaklinik Bellikon anschauen – Tausende Besucher kamen.

Patrick Hersiczky
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Grossandrang am Tag der offenen Tür in der Rehaklinik Bellikon.
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Helle und warme Räumlichkeiten statt sterile Klinikatmosphäre Helle und warme Räumlichkeiten statt sterile Klinikatmosphäre
Tag der offenen Tür in der Rehaklinik Bellikon
Eine Klinik wie eine Kleinstadt
Eine Klinik wie eine Kleinstadt

Grossandrang am Tag der offenen Tür in der Rehaklinik Bellikon.

Patrick Hersiczky

Gegen 15'000 Besucher haben am Tag der offenen Tür das neue Gebäude der Rehaklinik Bellikon mit seiner medizinischen Hightech-Ausstattung besucht. «Die Bevölkerung in Bellikon und der Region Rohrdorferberg hat für unsere fünfjährigen Um- und Neubauarbeiten sehr viel Verständnis entgegengebracht», erklärt Burga Martinelli, Leiterin Marketing und Kommunikation der Rehaklinik.

«Wir möchten den Menschen zeigen, was wir in diesen fünf Jahren alles gemacht haben.» Und da fällt sofort auf: Die Rehaklinik der Suva hat den Schritt definitiv ins digitale Zeitalter vollzogen. «Unsere Mitarbeitenden reden bereits von der Klinik 4.0», so Martinelli.

Statt miefe Klinikatmosphäre werden den Besuchern Robotik und modernste Überwachungsgeräte für Schwerstverletzte gezeigt. In den Gängen befinden sich moderne Design-Sitzgelegenheiten statt antiseptisch wirkende Plastikstühle. Dennoch: «Wir dürfen den Faktor Mensch bei all dieser Technik nicht vergessen», so Martinelli. Gerade in der Überwachungsstation für Schwerstverletze braucht es hochqualifizierte Mitarbeitende, die im Notfall eingreifen können.

Suva-Sicherheit auch im Wasser

Man merkt sofort, dass man sich in einer Suva-Klinik befindet: Das Wort Sicherheit ist keine leere Worthülse. In der Aquazone, das ist der Wassertherapie-Bereich, bekommt jede Person eine Smartwatch, die Alarm schlägt, wenn man sich nur schon 20 Sekunden in einer gewissen Wassertiefe befindet. Aber auch in der Aquazone ist die Badeaufsicht unerlässlich. Patienten dürfen mit ihren Therapeuten nur ins Wasser, wenn ein ausgebildeter Bademeister zugegen ist.

Die 600 Quadratmeter grosse Aquazone mit Wellnessbereich und dem Medical Training Center sind ab Anfang September ausserhalb der Therapiezeiten und am Wochenende für die Öffentlichkeit zugänglich. «Wir möchten der Bevölkerung etwas zurückgeben und können gleichzeitig die Anlage optimal ausnutzen», so Martinelli. Der Tageseintrittspreis für die komplette Benützung beträgt 30 Franken. Damit möchten die Rehaklinik verhindern, dass man andere Fitnesscenter konkurriert.

Unbezahlbare Aussicht

In der Rehaklinik sind aber nicht nur die Therapie-Einrichtungen auf dem neusten Stand, sondern auch der kulinarische Bereich. Das Restaurant Abalone, das vorerst nur für zusatzversicherte Patienten zugänglich ist, wartet mit einer Top-Küche auf.

Allgemeinversicherte Patienten können sich im Restaurant Mercato verpflegen, das sich gleich daneben befindet. Die Terrasse und damit der Blick in die Reussebene ist für Privat- und Allgemeinversicherte aber unbezahlbar und atemberaubend gleich.