Bellikon

Die Rehaklinik in Bellikon wird ausgebaut und modernisiert

Toni Scartazzini, Klinikdirektor der Reha Bellikon, im Interview

Toni Scartazzini, Klinikdirektor der Reha Bellikon, im Interview

Der Rehaklinik-Direktor Toni Scartazzini hofft, dass mit den Bauarbeiten im Frühjahr 2013 begonnen werden kann. Die Kosten dürften sich auf rund 275 Millionen Franken belaufen.

«Ausblick 2015» und «Werte schaffen» sind die beiden Oberbegriffe, unter denen die Ausbaupläne der Rehaklinik Bellikon laufen. «Einerseits müssen wir uns auf die künftigen Bedürfnisse vorbereiten, und andererseits haben wir noch einen gewissen Nachholbedarf», sagt Klinikdirektor Toni Scartazzini.

Neu soll die Klinik eine Intermediate Care Station erhalten. Das ist eine Art Intensivstation. Erstellt wird diese in einem neuen Geschoss oberhalb des heutigen Eingangsbereiches. «Die Patienten werden immer schneller aus den Akutspitälern in die Rehakliniken verlegt, deshalb benötigen wir diese Station», sagt Scartazzini.

Modell der Rehaklinik mit den beiden bestehenden Bettenhäuern, der dazwischenliegenden Intermediate Care Station und dem talseitigen Neubau (beleuchtet).

Modell der Rehaklinik mit den beiden bestehenden Bettenhäuern, der dazwischenliegenden Intermediate Care Station und dem talseitigen Neubau (beleuchtet).

Angegliedert wird eine Isolationsstation. «Das ist nötig, weil immer mehr Menschen mit resistenten Keimen zu uns kommen und wir diese von geschwächten Patienten separieren müssen.» In den talseitigen Hang soll auf die ganze Länge des Klinikareals ein fünfstöckiges, teilweise unterirdisches Gebäude erstellt werden.

In diesem werden die Therapieräume wie Hallenbad und Turnhalle untergebracht. «Wir prüfen, wie weit wir diese Einrichtungen ausserhalb der Behandlungszeiten der Bevölkerung von Bellikon zur Verfügung stellen können», sagt Scartazzini.

Anstelle der oberirdischen Parkplätze sind solche in den Untergeschossen des Neubaus vorgesehen. Die neue Zufahrt bedingt, dass die Künterstrasse angepasst wird.

Seit 2009 wird intensiv geplant

Die Rehabilitationsklinik Bellikon der SUVA wurde 1974 eröffnet. «Im Jahre 2005 haben wir die Strategie überarbeitet», sagt Scartazzini, denn: «Die Rehabilitation hatte inzwischen einen grossen Sprung nach vorne gemacht und wir wollen uns auf die Zukunft vorbereiten.»

In der Folge wurden die Bedürfnisse definiert und im Jahre 2009 ein Studienauftrag ausgeschrieben. Das Zürcher Architekturbüro Burckhardt+Partner AG gewann den Wettbewerb. Momentan läuft das Baubewilligungsverfahren für den ersten Teil des Projektes, nämlich für den Ausbau der Klinik.

Scartazzini hofft, dass mit den Bauarbeiten im Frühjahr 2013 begonnen werden kann: «Mit der Eröffnung rechnen wir 2016/2017.» Das Baubewilligungsverfahren für den zweiten Projektteil mit Patientenhotel sowie Seminar- und Kongressräumen, auf der Parzelle 804, soll im kommenden Jahr eingeleitet werden.

Um diesen Anlageteil mit den Klinikneubauten eröffnen zu können, sollen die Bauarbeiten 2014 aufgenommen werden.

Kosten dürfte die Anlage rund 275 Millionen Franken. Der genaue Preis wird vorliegen, wenn der Verwaltungsrat der SUVA im Sommer das Projekt bewilligen muss.

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