Gebenstorf/Windisch

Die Reussbrücke ist für den Langsamverkehr wieder geöffnet

Ein Pfeiler wird inzwischen durch eine Stahlkonstruktion verstärkt. Nun kann die Brücke zwischen Gebenstorf und Windisch wieder genutzt werden. Bild: Michael Hunziker

Ein Pfeiler wird inzwischen durch eine Stahlkonstruktion verstärkt. Nun kann die Brücke zwischen Gebenstorf und Windisch wieder genutzt werden. Bild: Michael Hunziker

Für eine sichere Verbindung zwischen Gebenstorf und Windisch braucht es trotzdem einen Neubau – der Kanton beteiligt sich allerdings nicht daran.

Die Reussbrücke zwischen Gebenstorf und Windisch ist derart marode, dass sie erneuert werden muss (die AZ berichtete). Die entsprechenden Kredite müssen die Gemeindeversammlung in Gebenstorf sowie der Einwohnerrat in Windisch genehmigen. Das dürfte im nächsten halben Jahr passieren.

Zurzeit laufen die Arbeiten zur Stabilisierung der Brücke, damit die wichtige Langsamverkehrsroute so rasch wie möglich wieder geöffnet werden kann. Am Dienstag konnte die Brücke wieder für den Fuss- und Veloverkehr freigegeben werden, die Arbeiten gingen rascher voran als angenommen. Der Neubau der Brücke wird einiges kosten.

Als Referenzprojekt kann der Aaresteg bei der Mülimatt herangezogen werden. Windisch und Gebenstorf haben bereits Anfang Sommer den Kanton um finanzielle Unterstützung angefragt. Die Abteilung Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) erteilte den Gemeinden aber eine Abfuhr.

Grund dafür: «Diese Veloverbindung ist nicht Bestandteil des kantonalen Radroutennetzes», sagt Matthias Adelsbach, stellvertretender Kantonsingenieur. «Daher fehlt die gesetzliche Grundlage, sie als kantonale Radroute mitzufinanzieren.» In den Planungen des Velonetzes im Rahmen des regionalen Gesamtverkehrskonzepts (rGVK) Oase sei die Verbindung aber als Velo-Nebenverbindung vorgesehen.

Auch im rGVK werden diese Velo-Nebenverbindungen vollständig durch die Gemeinden zu finanzieren sein. «Die beiden Gemeinden wurden im Antwortschreiben des Departements Bau, Verkehr und Umwelt darauf hingewiesen, dass sie ihr Vorhaben im Rahmen des nächsten Agglomerationsprogramms Aargau-Ost beim Bund für einen Finanzbeitrag anmelden können», sagt Adelsbach.

In den Agglomerationsprogrammen könne der Bund für unterstützungswürdige Massnahmen Finanzbeiträge zwischen 30 und 50 Prozent leisten, fügt Adelsbach an. «Allerdings werden keine reinen Sanierungsprojekte mitfinanziert», stellt er klar. «Es muss eine Aufwertung, zum Beispiel für den Fuss- und Veloverkehr, stattfinden, damit sich der Bund finanziell beteiligt.»

Gemeindevertreter geben nicht auf

Um einen finanziellen Zuschuss des Kantons für die Erneuerung der Reussbrücke zwischen Gebenstorf und Windisch zu erhalten, braucht diese Langsamverkehrsverbindung eine höhere Bedeutung im Radroutennetz in der Region.

Die Gemeindevertreter haben bereits angekündigt, sich um eine finanzielle Beteiligung des Kantons weiter zu bemühen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1