Gestern Morgen um exakt 8.22 Uhr trifft der Bus an seinem Ziel ein. Die neue Buslinie vollendet im Sportzentrum Tägerhard ihre Jungfernfahrt. Die gelb leuchtende Anzeige trägt die Nummer 12.
Trotz des wolkenbedeckten Himmels und des leichten Regens luden die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) zur Einweihung der neuen Buslinie ein.

Attraktives öV-Angebot

Unter den Fahrgästen fand sich auch Lokalprominenz. Unter anderem der frühere Gemeindeammann von Wettingen, Karl Frey, sowie die Gemeinderäte Roland Kuster und Felix Feiner. Letzterer begrüsst die geladenen Gäste: «Es ist erfreulich, dass bereits am ersten Tag so viele Fahrgäste die neue Linie genutzt haben.» Das öV-Angebot in Wettingen sei mit der neuen Buslinie jetzt noch attraktiver geworden. Feiner: «Pendler werden sich über die Änderung wohl am meisten freuen. Sie profitieren von den guten Anschlusszeiten an die S12 nach Zürich.»

Ausserdem hätten die Wohn- und Wirtschaftsquartiere Tägerhard, Halbartenstrasse und Hardstrasse nun bessere Anbindung, sagt Feiner. «Wettingen macht mit der neuen Buslinie 12 das Dutzend voll.» Damit sei ein langer Traum in Erfüllung gegangen.

«Zu einer richtigen Taufe gehört natürlich Champagner», so Feiner. Zusammen mit Corinne Gubler, Marketing und Verkauf der RVBW, tauft er den Bus und lüftet ein Geheimnis: «Der neue Bus soll den originellen Namen ‹Tägi› tragen», sagt Feiner lachend und erhebt sein Glas.

Positive Zukunftsaussichten

Der stellvertretende Direktor der RVBW, René Rüegg zieht nach dem ersten Tag eine positive Bilanz: «Alles hat gut funktioniert, es gab keinerlei Pannen.» Auf dem 6.03 Uhr Bus seien zehn Leute mitgefahren. Am Ende der ersten Morgenphase sei die Zahl der Fahrgäste bis auf 50 gestiegen, sagt Rüegg. Das zeige, wie gross das Bedürfnis nach dieser Buslinie sei.

Bei genügender Nachfrage könne er sich gut vorstellen, den Bus 12 auch ganztags und am Wochenende einzusetzen. «Bereits am ersten Tag haben wir positive Rückmeldungen von Kunden bekommen. Das freut uns sehr», gibt sich Rüegg zufrieden. «Wir hoffen auf viele Fahrgäste.»