Wer kennt schon «Mi Vater esch ä Chääser gsii»? Das Schweiz Volkslied trug den Titel des Programms des Kammerchors Akusma.

Der ursprünglich aus Armenien stammende Dirigent des Chors, David Haladjian, wählte bewusst weniger bekannte Schweizer Werke aus dem 18. bis 21. Jahrhundert aus, die an zwei Konzerten in der Sebastianskapelle und in der Aula des Klosters Wettingen am Wochenende aufgeführt wurden.

Dabei kamen auch die schauspielerischen Fähigkeiten des Chors nicht zu kurz. Eine Sängerin und ein Sänger gaben ein Duett zum Besten, welches von einem Ehepaar handelte. Der Mann wollte am Montagmorgen ausschlafen und nicht zur Arbeit gehen. Die Frau macht ihm aber einen Strich durch die Rechnung. Natürlich überzeugte der Kammerchor primär durch die gesangliche Leistung. Besonders bei einem der letzten Stücke namens «Schoggi», welches von Haladjian selbst komponiert worden war, füllte der Chor den Raum stimmengewaltig aus.

Begleitet wurde der Chor vom Trio Anderscht. Das Spezielle daran: Volkslieder wurden in Jazzmusik oder in einen Tango verwandelt. Besonders bei den Eigeninterpretationen blühten die beiden Hackbrettspieler Andrea Kind und Fredi Zuberbühler sowie Roland Christen am Kontrabass auf. Obwohl nur wenig Vorbereitungszeit zur Verfügung stand, wirkten das Trio und der Kammerchor erstaunlich eingespielt.

Zum Abschluss hatte sich Haladjian noch etwas Spezielles ausgedacht. Das Lied «Mi Vater esch ä Chääser gsi» ist zwar ein Schweizer Volkslied, wurde aber vom Amerikaner Mark D. Templeton für die Schweizer Gemeinde in Adams County, Indiana, arrangiert. Dieses Lied beendete das Konzertprogramm. Unter grossem Applaus wurden die 23 Laiensängerinnen und -sänger von den Zuschauern verabschiedet.