Fislisbach

Die «Sommerhalde» lebt mit einem neuen Biergarten wieder auf

Rahel, Jonas und Simon Stäuble (v.l.) servieren in ihrem Biergarten unter anderem Lägere Bräu und kalte Plättli.

Rahel, Jonas und Simon Stäuble (v.l.) servieren in ihrem Biergarten unter anderem Lägere Bräu und kalte Plättli.

Die Geschwister Rahel, Jonas und Simon Stäuble aus Rütihof haben im Restaurant Sommerhalde einen Biergarten eröffnet. Er soll ein Treffpunkt für Jung und Alt werden. Das Augenmerk liegt auf den Getränken, wobei das ganze Bierangebot von Lägere Bräu serviert wird.

Die Geschwister Rahel (28), Jonas (34) und Simon Stäuble (32) aus Rütihof haben sich der Gastronomie und der Luftfahrt verschrieben: Während Simon gelernter Koch ist und Jonas im Management einer Airline arbeitet, fliegt Restaurationsfachfrau Rahel als Flight Attendant um die Welt. Ihre Leidenschaften teilen die Geschwister seit vier Jahren mit ihrem Catering-Unternehmen «The Galley» – einem alten Flugzeugrumpf, den sie zu einem sogenannten Food-Truck umbauten.

Nun haben sie ein neues Projekt in Angriff genommen: Seit kurzem führen sie im Restaurant Sommerhalde in Fislisbach, das seit einiger Zeit leer stand, einen Biergarten. Er ist bei schönem Wetter freitags von 17 bis 22 Uhr, samstags von 11 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 21 Uhr geöffnet. «Der Sommergarten soll ein Treffpunkt für Jung und Alt werden», sagt Jonas Stäuble. Man wolle die Bevölkerung in der Region ansprechen, aber auch Expats, von denen er einige aus der Umgebung kenne und die es für ein Feierabendbier eher in die Zentren nach Baden oder Zürich zieht. «Bei uns kann man unkompliziert etwas trinken, sich austauschen und gemütliche Stunden verbringen. Der Sommergarten soll ein Ort sein, an dem Bekanntschaften geschlossen werden», erklärt Stäuble.

Lägere Bräu: Ganzes Bierangebot

Der Food Truck war denn auch der Auslöser, weshalb die Geschwister das Restaurant pachteten: «Das Catering-Unternehmen ist mittlerweile so gewachsen, dass eine professionelle Küche nötig wurde», sagt Jonas Stäuble. Deshalb kam es ihnen Anfang Jahr wie gelegen, dass ein neuer Pächter für die Beiz gesucht wurde. «Wir haben uns Gedanken gemacht und diese Chance nutzen wollen. Denn: Wir sind vom Potenzial des Sommergartens mehr als überzeugt.»

Augenmerk des Sommergartens liegt auf den Getränken: Neben kühlen Cocktails und einer auserlesenen Weinkarte wird auch das ganze Bierangebot von Lägere Bräu angeboten. «Darunter servieren wir auch Spezialitäten wie ein im Whiskey-Fass gereiftes Bier», sagt Stäuble. Für den kleinen Hunger können die Gäste kalte Plättli bestellen, Würste vom Grill oder aber auch Vegi-Quiches. Geplant ist, dass zusätzlich Events stattfinden, etwa Live-Konzerte, bei denen auch ein spezielles und umfangreicheres Menü angeboten wird.

«Wir schauen nun, wie der Betrieb bei den Leuten ankommt. Dann werden wir uns Gedanken machen, ob das Sommergarten-Konzept in Zukunft angepasst oder erweitert wird», sagt Rahel Stäuble. Die ersten drei Wochen seit der Eröffnung seien jedenfalls erfreulich gelaufen: «Obwohl uns das Wetter nicht unbedingt in die Hände gespielt hat, waren die Besucher vom Sommergarten begeistert.»

Biergarten soll sich etablieren

Während Rahel Stäuble als «Chefin» den Sommergarten betreibt, konzentriert sich Simon auf das Catering-Geschäft. Er und Jonas werden arbeitsbedingt nur von Zeit zu Zeit in Fislisbach servieren. Simon ist auch federführend beim Food Truck und lebt von dessen Einnahmen. Unterstützt wird Rahel Stäuble nebst ihren Geschwister von einem rund 15-köpfigen Team im Stundenlohn, das auch beim Food Truck «The Galley» mithilft.

Im Gegensatz zur Restaurant-Küche, die für das Catering genutzt wird, und zum Biergarten, der an den Wochenenden bei schönem Wetter geöffnet ist, steht das Restaurant leer respektive wird als Lagerraum für das Cateringmaterial genutzt. «Ob wir es dereinst wiederbeleben, wird sich weisen», sagt Rahel Stäuble. Man sei momentan daran, ein Konzept auszuarbeiten. Eine Event-Location sei eine Option, wie auch ein Lokal mit speziellem Angebot. «Unser Ziel ist, dass sich der Biergarten erst einmal in der Region etabliert.»

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