Der Entscheid der SP-Nominationsversammlung überrascht keineswegs. Sie wurde am 7. März bereits an dieser Stelle als die Favoritin für die Nachfolge von Daniel Oehrli bezeichnet. Dell’Anno hatte als langjährige SP-Einwohnerrätin in den Jahren 2008/09 das Präsidium inne und trat im Jahr 2010 aus dem Rat zurück.

Die 49-jährige Mutter zweier erwachsener Töchter wohnt mit ihrer Familie in Dättwil und ist nicht nur volksnah, sondern auch bei den Bürgerlichen anerkannt und geschätzt.

Breit abgestützte Kandidatin

Die beruflich als Übersetzerin SP-Politikerin engagiert sich seit manchen Jahren für die Belange der Kultur, so auch für das Siggenthaler Jugendorchester. Und sie ist Mitarbeiterin bei Trigon-Film. Seit 2010 ist sie ausserdem im Verwaltungsrat der Alterszentrum Kehl Betriebe AG sowie im Vorstand des Vereins Alterszentrum Kehl.

Regula Dell’Anno hat sich auf städtischer Ebene für eine fortschrittliche Familienpolitik eingesetzt, so ist auf ihren politischen Vorstoss hin der Mittagstreff für die Oberstufenschüler ins Leben gerufen worden. Dell’Anno fiel aber auch durch ihr breites Themenspektrum auf. Sie trug die Idee einer Bus-Tangentiallinie von Dättwil nach Neuenhof durch den Baregg in den Einwohnerrat.

Für die SP wird es im Herbst darum gehen, den zweiten Sitz zu sichern neben demjenigen von Daniela Berger, die als Kulturvorsteherin eine weitere Amtsperiode in Angriff nehmen will.

Die Bürgerlichen werden zweifellos versuchen, die Mehrheit im Stadtrat zurückzuerobern. Dabei werden sie in erster Linie den frei werdenden SP-Sitz ins Visier nehmen, in zweiter Linie den frisch besetzten Sitz von Ruth Müri (team).