Die Spitex Organisationen Wettingen-Neuenhof sowie Spreitenbach-Killwangen sollen zusammenrücken. «Die Steuergruppe, in der alle vier Gemeinden vertreten sind, hat in den vergangenen Monaten einen Bericht für mögliche Kooperationsmodelle bis zur regionalen Organisation erarbeitet, der demnächst den Gemeinderäten unterbreitet wird», erklärt die Spreitenbacher Gemeinderätin Monika Zeindler, Präsidentin der Spitex Spreitenbach-Killwangen. Sofern sich die Gemeinderäte der vier Gemeinden auf ein Modell einigen und entscheiden, dass dieses umgesetzt werden soll, müssen die Gemeindeversammlungen über die neuen Zusammenarbeitsverträge und Leistungsvereinbarungen beschliessen.

Im jetzigen Zeitpunkt nicht dabei ist die Gemeinde Würenlos. «Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass mit der gegenwärtigen Betreuung durch die eigene Spitex vor Ort die Nähe besser gewährleistet ist», sagt Gemeindeschreiber Daniel Huggler. Dennoch verfolge Würenlos die Entwicklung aufmerksam und verschliesse sich einer Kooperation in weiterer Zukunft nicht.

Vorsorgliche Kündigung

In Spreitenbach und Killwangen wird die Gemeindeversammlung Anfang Dezember über die Kündigung der bestehenden Leistungsvereinbarung mit dem Spitex-Verein befinden. «Es handelt sich um ein formelles Vorgehen und betrifft in keiner Weise die heutige Versorgung durch die örtliche Spitex», erklärt Zeindler. Damit die vorsorgliche Kündigung rechtens ist, muss die Vertragsauflösung gemäss Gemeindegesetz durch die Gemeindeversammlung bestätigt werden. Danach stehen den Gemeinden alle Optionen offen, wie sie ihre Spitex organisieren möchten.

Auf regionaler Ebene funktioniert die Koordination über die von der Planungsgruppe Baden Regio ins Leben gerufene Präsidentinnen- und Präsidentenkonferenz der Spitex. Den Anstoss dazu gab nicht zuletzt der Gemeinderat Spreitenbach. Ziel ist es, bei stetig steigender Anfrage und strengeren Auflagen in den Bereichen Einsatzplanung und Administration zu kooperieren, damit Synergien geschaffen und Kosten gespart werden können.