Niederrohrdorf
Die Sportnacht ist nicht mehr wegzudenken

Auch der zweite Anlass dieser Saison lockte über hundert Jugendliche in die Halle. Was 2008 als Pilotprojekt mit 30 bis 40 Besuchern begann, hat sich inzwischen zu einem Anlass gemausert, der nicht mehr wegzudenken ist.

Carolin Frei
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Sportnacht
11 Bilder
Auch Ping-Pong spielen ist ein Thema
Auch eine Pause muss mal sein
Auch eine Pause muss mal sein
Moreno und Raphael am Mischpult
Basketballer in action
Am Empfangstisch werden die Jugendlichen von Sira Keller (hinten rechts) und Derya Celer begrüsst
Fussball spielen kommt gut an
Sira Keller (li.) und Derya Celer zählen die Besucher auf der Strichliste.
Sira Keller (Mitte) erklärt den Jugendlichen, die zum ersten Mal dabei sind, die Regeln
Fussball spielen kommt gut an

Sportnacht

Carolin Frei

Schon eine halbe Stunde vor Türöffnung warten die ersten Jugendlichen auf Einlass. Derweil wird drinnen emsig gearbeitet. Sira Keller, Jugendarbeiterin, und 14 junge Helfer sorgen dafür, dass die Spielgeräte bereit sind, Tische und Bänke stehen und der Kiosk mit Getränken und Knabbereien bestückt ist. Punkt 20 Uhr werden die ersten Jugendlichen hereingelassen – nur portionenweise.

Am Empfangstisch gilt es, mit seiner Unterschrift zu bezeugen, dass man die Hausregeln kennt und sich daran halten wird. Dort steht als Unterstützung auch Derya Celer von der Jugendarbeit Fislisbach. «Am wichtigsten ist uns der gegenseitige Respekt», sagt Sira Keller, die seit 2010 für die mobile Jugendarbeit Rohrdorferberg (mojuro) tätig ist. Aber natürlich sind auch Fairness im Sport, Lösungsbereitschaft bei Konflikten oder ein Alkohol-Verbot festgehalten.

Auch Stetten will sich anschliessen

Was 2008 als Pilotprojekt mit 30 bis 40 Besuchern begann, hat sich inzwischen zu einem Anlass gemausert, der nicht mehr wegzudenken ist. «Am 20. Oktober, der ersten Sportnacht dieser Saison, verzeichneten wir 148 Besucher. Und heute sind es auch schon über Hundert», sagt Keller. Ziel dieses Events sei denn auch, den Jugendlichen ein Zusammenkommen und eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen.

Weiterer Jugendarbeiter gesucht

Alles basiere auf Freiwilligkeit, niemand müsse, der Spass stehe im Vordergrund. Häufig werden Fussball, Volley- und Basketball oder Tischtennis gespielt. Sechs erwachsene Betreuungspersonen stehen der Jugendarbeiterin zur Seite. Unter anderem auch Jonas Werder, der am Samstag einen Schnuppertag absolvierte. Im Moment muss das Programm der mojuro schlank gefahren werden, bis die verwaiste zweite Jugendarbeiterstelle wieder besetzt ist.

Sira Keller ist zuversichtlich, dass dies bald der Fall sein wird. Und das ist gut so, plant denn auch Stetten sich der mojuro beizutreten, zu der sich bereites Ober- und Niederrohrdorf, Remetschwil und Bellikon zusammengeschlossen haben.

An der nächsten Sportnacht am 17. November zeigt ein Tischtennis-Verein, was man mit einem Ball und zwei Schlägern alles anstellen kann. Am 24. November wird Lacrosse vorgestellt. Jugendliche ab 12 Jahren sind willkommen, auch aus den Nachbargemeinden.