Der frisch sanierte Park des Martinsbergguts wirkt noch etwas kahl. Einige Bäume und Sträucher fehlen noch. Entlang der angelegten Wege schlängeln sich Absperrbänder. Die Wiesen sollen noch nicht betreten werden. Das Gras muss erst in Ruhe wachsen können. Aber zumindest das Wegnetz ist nun für die gesamte Bevölkerung zugänglich. «Die Idee ist, dass die Leute über Mittag oder in ihrer Freizeit die Wiese nutzen, etwa für ein Picknick oder um zu entspannen», sagt Werkhofleiter Thomas Stirnemann.

Gleichzeitig wurde der Spielplatz der ABB-Kinderkrippe und des städtischen Kindergartens erneuert. Nun ist er ausserhalb der Betriebszeiten und am Wochenende ebenfalls öffentlich zugänglich.

Wegen der Sparmassnahmen der Stadt wurde der Park lediglich für 0,5 Millionen Franken saniert statt für 1,5 Millionen neu gestaltet. Ursprünglich war geplant, die historischen Spuren, die im Park zu finden sind, wieder sichtbar und zugänglich zu machen. Zum Gut gehört auch eine alte Grotte, deren Quellwasser heute ungesehen im Berg versickert. Sie hätte laut ursprünglichem Plan wieder zum Sprudeln gebracht werden sollen. Doch nun dient sie den Kindern als Sandkasten. So wie der Park jetzt saniert wurde, können die restlichen Arbeiten zu einem späteren Zeitpunkt immer noch umgesetzt werden.

Badener Aristokratenfamilien nutzten das Bauerngut aus dem 18. Jahrhundert noch bis Ende des 19. Jahrhunderts als herrschaftlichen Sommersitz. Bis heute erhalten geblieben ist das Haus an der Wiesenstrasse 30, wo die ABB-Kinderkrippe einquartiert ist.