Bluesfestival Baden
Die Stadt mit Blues gefüllt

Konzerte in der Innenstadt gaben den Startschuss fürs Badener Bluesfestival.

Daniel Vizentini
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Ex-Regierungsrat Peter C. Beyeler mit seiner Wynavalley Oldtime Jazzband brachte die Badener in Festivalstimmung.

Ex-Regierungsrat Peter C. Beyeler mit seiner Wynavalley Oldtime Jazzband brachte die Badener in Festivalstimmung.

Daniel Vizentini (dvi)

«Der da vorne, das ist doch dieser Regierungsrat», sagte eine erstaunte Zuschauerin gestern Nachmittag auf dem Badener Schlossbergplatz. Und tatsächlich: Peter C. Beyeler, der ehemalige Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt und nun Mann an der Klarinette, füllte mit seiner Wynavalley Oldtime Jazzband den strahlend sonnigen Badener Nachmittag mit Jazz und Swing. Velofahrer stiegen von ihren Fahrrädern, Passanten mit ihren Einkaufstaschen blieben stehen, um den sechs Musikern bei ihrem Auftritt zuzusehen. Geschätzte einhundert Menschen standen oder sassen auf dem Platz, vereinzelte tanzten ein wenig. Andere bestellten sich beim Bluesfestival-Stand eine Wurst oder versuchten sich am Glücksrad der City Com, Kinder hielten Bluesfestival-Ballone in die Luft.

Monday Tunes, die Meister des Jazz.

Monday Tunes, die Meister des Jazz.

Daniel Vizentini (dvi)

Drei Bands waren es insgesamt, die gestern Samstag in der Innenstadt gratis-Konzerte spielten: Am Morgen bereits stolzierte die Badener Band Salz&Pfäffer durch die Gassen der Stadt und spielte ihre Lieder beim Vorbeispazieren. Und die Band Monday Tunes spielte den Nachmittag hindurch abwechslungsweise kurze Sets, in der Badstrasse als Big Band und auf dem Bahnhofplatz als Kleinformation. Mit diesem Nachmittag voller Strassenmusik soll Baden ins Bluesfieber kommen, denn bis zum 28. Mai geht das inzwischen bereits 13. Bluesfestival in verschiedenen Spielstätten der Stadt über die Bühne.

Das Festival hat bereits junge Fans.

Das Festival hat bereits junge Fans.

Daniel Vizentini (dvi)

In den Pausen zwischen den Liedern versuchten die Musiker so, ihre Zuhörer ans Festival zu locken. Peter C. Beyeler strich dabei das Konzert der vielversprechenden, jungen und hübschen Musikerin Ina Forsman heraus, die am kommenden Samstag im Nordportal spielen wird. Da übernahm Festivalleiterin und Einwohnerrätin Susanne Slavicek kurz das Mikrofon und sagte als Scherz: «Wir brauchen am Festival halt auch Musiker, die etwas fürs Auge sind. Also, nicht dass ihr nicht auch gut aussehen würdet», sagte sie zu Peter C. Beyeler und seinen Bandkollegen. Doch dieser wollte es genau wissen und fragte sogleich das Publikum: «Wer von euch ist gekommen, weil wir so gut aussehen?» Dass dann doch ein paar Zuschauer die Hände streckten, tat dem Ego der sechs Herren sichtlich gut.