Baden
Die Stadt schliesst das Jahr 2015 um 12 Millionen Franken besser ab

Der Stadtrat kann für das Jahr 2015 dem Einwohnerrat einen sehr erfreulichen Rechnungsabschluss vorlegen. Mehrere Umstände trugen dazu bei: Die Steuereinnahmen gingen unerwartet nach oben. Der Aufwand reduziert sich sogar dank den Sparanstrengungen.

Roman Huber
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Mit dem Oberstufenzentrum Burghalde wartet ein grosser Investitionsbrocken auf die Stadt.

Mit dem Oberstufenzentrum Burghalde wartet ein grosser Investitionsbrocken auf die Stadt.

ZVG

Das Glück des Tüchtigen war beim Rechnungsabschluss 2015 dem Stadtrat hold. Das Gesamtergebnis weist ein Plus von 10,4 Mio. Franken aus. Budgetiert wurde ein Aufwandüberschuss von 1,5 Mio. Franken. Unter dem Strich schliesst die Rechnung der Stadt also um 12 Mio. Franken besser ab als budgetiert.

Das gute Ergebnis wurde dank besseren Zahlen in mehreren Bereichen erzielt. So haben die Sparbemühungen in der Verwaltung im Rahmen des Projektes Optima gefruchtet. Erstmals reduzierte sich nämlich der betriebliche Aufwand der Stadt Baden, und zwar um 3,7 Mio. Franken. Das entspricht gegenüber den Ausgaben im Vorjahr einem Minus von 2,3 Prozent. Baden musste auch weniger für die Spitalfinanzierung bezahlen und erhielt vom Kanton sogar Geld zurückerstattet.

Die Investitionen betrugen im 2015 21,3 Mio. Franken, was bei budgetierten 32,1 Mio. einem Realisierungsgrad von 66 Prozent entspricht; im Vorjahr betrug dieser gar nur 50 Prozent. Der Grund dafür liegt insbesondere beim Schulbau, wo die Stadt bei der Realisierung um einiges weniger schnell vorangekommen ist als geplant. Auch beim Schulhausplatz musste die Stadt dem Kanton 1,2 Mio. weniger überweisen als vorgesehen war. Mit 26 Mio. Franken erzielte man dabei einen Finanzierungsgrad von 122 Prozent. Dieser lag im Budget 2015 mit 36 Prozent sehr tief.

Zu dieser hohen Selbstfinanzierung trug in erster Linie die Ertragsseite bei. Die Steuern bei den natürlichen Personen liegen um 1,6 Mio. Franken höher als angenommen. Bei den Steuern der juristischen Personen wurden die Budgetwerte gar um 3,5 Mio. Franken übertroffen. Der Grund hierfür liege bei einer rückwirkenden Steueranpassung bei einer der Grossfirmen. Aufgrund des erfolgreichen Geschäftsgangs dürften diese Aktiensteuern von der ABB gewesen sein.

Das gute Rechnungsresultat schlägt sich in der Bilanz entsprechend nieder. Dank des Cash-flow von 24 Mio. Franken liessen sich nebst den Investitionen sogar die Schulden im Betrage von 5,7 Mio. Franken abbauen. Statt der erwarteten Reduktion stieg das Nettovermögen pro Einwohner auf 1241 Franken, womit die Stadt den anstehenden grossen Investitionen doch etwas lockerer entgegenblicken kann.