In rotem, blauem und gelbem Licht erschien am Stadtfest die katholische Pfarrkirche. Dazu ertönten die Klänge des extra dafür komponierten Werks «Lumières». Hinter der Aufführung «Klangschichten Schichtklänge» steckte die Stadtmusik Baden, die dafür gestern Abend einen Preis der Vereinigung Unternehmenskultur (Ukurba) erhielt.

Die Ukurba, ein Zusammenschluss von zehn Unternehmen aus der Region Baden zur Kulturförderung, hat den mit 10000 Franken dotierten Preis zum ersten Mal vergeben. Die Aufführung, die vom Komponisten Jean-François Michel und dem Lichtkünstler Walo Wittwer unterstützt wurde, vermochte am meisten zu überzeugen: Die Aufführung der Stadtmusik setzte sich gegen knapp 20 andere Projekte durch, die das Stadtfest belebten – darunter Theaterstücke oder Beizen. «Ein aussergewöhnliches Projekt eines Vereins, von dem es nicht unbedingt zu erwarten war», sagt Ukurba-Mitglied Matthias Bernhard. Mit ihrem Beitrag habe die Stadtmusik einen Weg eingeschlagen, den die zehn Mitglieder von Ukurba begeistert und für einen einstimmigen Entscheid gesorgt habe.

Rund eineinhalb Jahre haben die Vorbereitungen für «Klangschichten Schichtklänge» gedauert. «Der Aufwand hat sich absolut gelohnt», sagt Roland Doldt, Projektleiter der Stadtmusik. Völlig überwältigt sei er gewesen, wie gut die acht Aufführungen besucht worden seien. «Es sind auch viele Leute gekommen, die davor noch nie an einem Stadtmusik-Konzert gewesen sind.»

Was mit dem Preisgeld passiert, ist noch nicht entschieden. Fest stehe lediglich, dass die 10000 Franken in künftige Projekte investiert werden, sagt Roland Doldt. Gut möglich, dass an der Badenfahrt in fünf Jahren wieder ein aussergewöhnliches Konzert der Stadtmusik über die Bühne gehe.

Eine erstmalige und wohl auch einmalige Aktion sei die Verleihung des Preises gewesen, sagt Matthias Bernhard. «Wir wollten damit auf Ukurba und deren Unterstützung von kulturellen Projekten aufmerksam machen.» Ziel der Vereinigung ist es, die Kulturszene abseits des Mainstreams zu unterstützen.