Neue Bauphase

Die Stauzeiten beim Badener Schulhausplatz schwanken von Tag zu Tag

Ein neuer Tag am Schulhausplatz: Diese Woche begann die «Bauphase 1B».

Ein neuer Tag am Schulhausplatz: Diese Woche begann die «Bauphase 1B».

Die Arbeiten am Schulhausplatz schreiten voran – der befürchtete Verkehrskollaps blieb bisher aus. Stau gibt es allerdings regelmässig. Und die Verantwortlichen erwarten für den Herbst eine starke Verkehrszunahme.

Tag 84 an der «Herzoperation» Schulhausplatz. Die heisse Jahreszeit ist vorbei, die Tage werden kürzer und auf der bekanntesten Baustelle der Region stehe die ersten kalten Tage an. Wie sieht die Situation aktuell aus und was steht als Nächstes an? Die Baustelle lasse sich grob in drei Bereiche einteilen, erklärt Marcel Voser, zuständiger Projektleiter des Kantons.

Im Schlossbergtunnel wird zurzeit die Innenverkleidung saniert, zudem finden in dieser und nächster Woche auch nachts Arbeiten statt. Diese konzentrieren sich im Zuge des Übergangs von der «Bauphase 1A» zur «Bauphase 1B» auf Verbesserungen des Strassenbelags.

Gegen Ende nächsten Jahres sollte die Sanierung des Tunnels abgeschlossen sein. Anschliessend folgen die Arbeiten an der neuen Busrampe, die die Bruggerstrasse mit der Mellingerstrasse verbinden wird.

Der Verkehr auf dem Schulhausplatz.

21.8.2015: So floss der Verkehr auf dem Schulhausplatz Mitte August.

«Das Baufeld vor dem Bezirksgebäude wird von allen Bereichen am längsten Bestand haben», sagt Voser. Dort werden zurzeit die Aushubarbeiten für den Bustunnel getätigt, der künftig den öffentlichen Verkehr vom Zentrum in Richtung Hochbrücke leiten soll.

Das «Baufeld Kiste» auf der anderen Seite der Neuenhoferstrasse wird sich in naher Zukunft am meisten verändern. Die Mellingerstrasse wird in den nächsten Tagen bis zur Abzweigung Oberstadt aufgerissen, die Bushaltestelle ausgebaut. Voser erklärt: «Für den Verkehr sollte dies keinen grossen Einfluss haben, einzig die Spurführung wird etwas angepasst.»

Verkehr folgt keinem Gesetz

Was sagt das Stressbarometer der Autofahrer nach knapp drei Monaten Bauzeit? Arnim Wagner, Projektleiter Verkehrstechnik beim Kanton, ist grundsätzlich sehr zufrieden. Er beobachtet jedoch weiterhin keine konstante Situation.

«Die Stauzeiten schwanken von Tag zu Tag. Am Abend hat es sicher mehr Verkehr als am Morgen», erklärt Wagner. Dieser Aussage schliesst sich auch Alfred Arndt, Betriebsleiter bei den Regionalen Verkehrsbetrieben Baden-Wettingen (RVBW), an.

Die Verspätungen beim öffentlichen Verkehr folgen ebenfalls keiner speziellen Logik. «Wir hatten an wenigen Tagen bis zu 30 Minuten Verspätung, an anderen hingegen lediglich geringe», bestätigt Arndt.

Hier laufen die Fäden zusammen: Michael Baumann im «Cockpit» der RVBW-Leitstelle in Baden.

30.7.2015: Hier laufen die Fäden zusammen: Michael Baumann im «Cockpit» der RVBW-Leitstelle in Baden.

Der Schulhausplatz sei dabei jedoch nur ein Faktor von mehreren. Im Wesentlichen sei man sehr zufrieden, sagt Arndt. Der Herbst dürfte jedoch verkehrstechnisch die Herausforderung wachsen. Mit den fallenden Temperaturen steigt gewöhnlich der Verkehr an, da zum Beispiel weniger Personen mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Für die Autofahrer gibt es allerdings auch einen Lichtblick: Im nächsten Frühjahr wird eine weitere Richtungsmöglichkeit eröffnet: Von der Mellingerstrasse ist dann das Abbiegen in die Neuenhoferstrasse wieder möglich. Bis dahin müssen die Beteiligten weiterhin das Beste aus der Situation machen. Die «Operation am offenen Herzen», wie Regierungrat Stephan Attiger die Baustelle im Sommer nannte, geht weiter. Für einen Erfolg braucht es von den «Chirurgen» viel Geduld und Fingerspitzengefühl.

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