Es gibt Dinge, die sieht man jeden Tag, doch dass sie existiert haben, merkt man erst, wenn sie nicht mehr da sind. In genau diese Kategorie fallen die 65 Schaufenster unter dem Schulhausplatz. Seit dem Bau der grossen Schulhausplatz-Kreuzung Anfang der 1960er-Jahre gibt es sie. Firmen, Vereine und die Stadt Baden selbst werben dort für ihre Angebote oder Dienstleistungen.

In den letzten gut 50 Jahren dürften Millionen von Menschen die Schaufenster-Vitrinen passiert haben. Ob sie dabei auch Kenntnis vom Inhalt genommen haben? Wohl nur unbewusst. Kommt hinzu, dass die meisten Schaufenster alles anders als attraktiv daherkommen. Noch schlimmer: Einige präsentieren sich seit Jahrzehnten in fast unveränderter Version.

Was passiert mit Baden-Modell?

Trotzdem oder gerade deshalb sind die Schaufenster aus der Schulhausplatz-Unterführung nicht wegzudenken. Doch ihre Tage sind gezählt. Mit Baustart des neuen Schulhausplatzes im Frühling 2015 werden sie verschwinden. «Wir haben die Verträge vorsorglich per Ende 2014 gekündigt», sagt Denise Klee von der Abteilung Liegenschaften. Negative Reaktionen habe man keine erhalten. Der Mietpreis pro Vitrine variiere je nach Grösse und Attraktivität der Lage zwischen 60 und 160 Franken pro Monat.

Ob es beim neuen Schulhausplatz – dieser soll im Herbst 2017 fertig sein – neue Schaufenster geben wird, ist noch offen. «Aufgrund der laufenden Planung kann das noch nicht beantwortet werden», sagt Klee. Doch nicht nur die Zukunft der Vitrinen ist ungewiss. Neben den Schaufenstern bildet das überdimensionale Modell der Stadt Baden einen weiteren Hingucker. Klee: «Was mit diesem passieren wird, ist zurzeit abteilungsübergreifend in Abklärung», sagt Klee.