«Die Schulraumplanung basiert auf Maximalzahlen für das Jahr 2017», präzisiert Gemeinderat Daniel Huser. Die Planung zeigt, dass bis dahin die Schülerzahl um rund 200 auf über 2400 zunehmen wird.

Deshalb muss die Gemeinde neuen Schulraum bereitstellen. Dies unabhängig davon, wie am 11. März die Abstimmung über den Wechsel von Schulsystem 5/4 auf 6/3 ausgehen wird. Basierend auf der Schulraumplanung haben Gemeinderat und Schulpflege zwei Massnahmen beschlossen: 1. Die Schulhäuser Margeläcker 1, 2 und 3 werden aufgestockt und das Schulhaus Zehntenhof wird durch einen Neubau ersetzt.

Drei Orte für die Primarschule

«Der Gemeinderat hat sich zum Ziel gesetzt, die Oberstufe in der Schulanlage Margeläcker zu konzentrieren», sagt Gemeindeammann Markus Dieth.

Die Bezirksschule ist von der aktuellen Planung nicht betroffen. Durch die Reduktion der Oberstufe bietet deren Schulanlage genügend Räume. Die Primarschule soll in den Schulanlagen Altenburg, Dorf und Margeläcker 2 und 3 konzentriert werden. «Die Kinder sollen zu Fuss in die Schule gehen, deshalb planen wir dezentrale Anlagen», sagt Dieth.

Das kantonale Norm-Klassenzimmer ist 70m2 gross. Für je zwei Klassen empfiehlt der Kanton einen Gruppenraum mit 35m2 und zusätzlich für je 4 Klassen einen weiteren gleich grossen Gruppenraum.

Bei neuen Schulbauten will der Gemeinderat die Empfehlung des Kantons umsetzten. Dagegen soll in bestehenden Schulbauten am Status quo festgehalten werden. Da sich nicht alles realisieren lässt, hat der Gemeinderat entscheiden, dass primär die Anzahl Klassenräume erreicht werden muss. In zweiter Linie will er Gruppenräume zur Verfügung stellen und erst in dritter Linie Räume für die Tagesstrukturen.

Turnhalle soll in den Boden

Die 10 Turnhallen der Gemeinde sind ausgelastet. Für die steigende Schülerzahl, insbesondere ab dem Schuljahr 2016, reicht das Angebot nicht mehr. «Als Standort für eine neue Turnhalle bietet sich der Schulkreis Margeläcker an», sagt Dieth.

Um den dortigen Sportrasen aber auch künftig nutzen zu können, ist eine unterirdische Turnhalle im Gespräch. Die Halle sollte gleichzeitig wie das Schulhaus Zehntenhof bezugsbereit sein. Ob es eine Zweifach- oder Dreifachhalle wird, ist noch offen, eine Kreditvorlage hat die Gemeinde noch nicht ausgearbeitet.

Es braucht neue Kindergärten

Wie bei der Unterstufe setzt der Gemeinderat auch bei den Kindergärten auf dezentrale Standorte. «Bis zum Schuljahr 2013/2014 planen wir den Bau zweier Doppelkindergärten», sagt Huser. Der Bau im Unterdorf dürfte rund 1,35 Millionen kosten, derjenige im Langäcker rund 1,65 Millionen. Für beide Vorhaben wird der Gemeinderat separate Kreditvorlagen unterbreiten.

Von der Schulraumplanung nicht betroffen ist die Heilpädagogische Schule (HPS). Sie ist mit 120 Schülern seit Jahren überbelegt. «Wir stehen zur HPS, aber ein Ausbau in Wettingen dürfte nicht sinnvoll sein», sagt Dieth. Er sieht eher eine weitere HPS im Raum Spreitenbach. Wo und wann eine HPS realisiert wird, entscheidet der Kanton.

Einwohnerratssitzung: Donnerstag, 15. März, 19 Uhr, Rathaussaal.