Auszeichnung
Die Terrassenbebauung Allmend ist Gold wert

Burkard Meyer Architekten gewinnen «best architects»-Award. Das ist aber noch nicht alles: Die Architekten holen sich gleich zwei weitere Auszeichnungen ab.

Roman Huber
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Die Terrassenbebauung Allmend ist Gold wert
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Umschlossener Aussenraum der Terrassenbebauung mit den Glasfaser-Kunststoffelementen
Das Wohn- und Geschäftshaus Falken an der Badener Schulhausplatzkreuzung hat auch eine Auszeichnung erhalten
Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Berufsbildungsschulhaus an der Bruggerstrasse in Baden
Die Wohnräume legen sich um den Aussenraum herum an
Die vertikalen Hochkamine brechen die ausgeprägte Horizontalität der Bebauung

Die Terrassenbebauung Allmend ist Gold wert

Baden ist seit eh und je ein erfolgreiches Pflaster für architektonisches Schaffen. War es vergangenes Jahr das Architekturbüro Meier Leder, das beim internationalen Wettbewerb «best architects 12» mit Gold ausgezeichnet wurde, hat diesmal das Architekturbüro Burkard Meyer abgeräumt.

Gleich drei Objekte prämiert

Für die zwischen 2008 und 2010 erstellte Terrassenüberbauung Allmend im Eichtalboden in Baden erhielt das Badener Büro den Gold-Award. Burkard Meyer Architekten, bei dessen Führung im vergangenen Jahr einen Generationenwechsel stattgefunden hat, haben sich noch mit zwei weiteren Objekten am Wettbewerb beteiligt. So gab es auch für das Wohn- und Geschäftshaus Falken sowie für das Berufsschulhaus Bruggerstrasse eine Auszeichnung.

Rund 300 Arbeiten sind eingereicht wurden. Sie mussten für den internationalen Award aufbereitet und illustriert werden. Für 74 davon gab es eine Auszeichnung, 9 Projekte bekamen Gold, wovon 5-mal Schweizer Büros erfolgreich waren.

Der Terrassenbau im Fokus

Die Terrassenbebauung spielt am Südrand der Jurakette und somit auch in der Region Baden eine wichtige Rolle. So liegt es auf der Hand, dass seit den 60er-Jahren immer wieder architektonische Werke dieses Bautypus aus der Region gewürdigt worden sind. Die zahlreichen süd- oder westexponierten Hanglagen innerhalb Baugebiet bieten sich gerade zu für diese Bauweise an.

Terrassierte Wohnüberbauungen haben sich etabliert. Das räumliche Potenzial dieser Siedlungsform gilt es in einer Zeit, in der man rücksichtsvoll mit dem unüberbauten Boden umgehen soll, weiterzuentwickeln. Sie ermöglicht eine bauliche Verdichtung, bei der Individualität und Privatsphäre doch gewährleistet werden können. Beim Terrassenbau leiden aber räumliche Qualität und Architektur oft unter der gewinnorientierten Projektentwicklung. Das ist bei der Wohnbebauung Allmend sicher nicht der Fall.

Wohnräume um Aussenraum angeordnet

Die 23 Wohneinheiten auf steil abfallender Parzelle weisen unterschiedliche Grössen auf. Sie sind getreppt geschichtet. Das führt zu einer ausgeprägten Horizontalität, die durch die Vertikalität der überhohen Kamine gebrochen wird. Das skulpturale, mediterrane Erscheinungsbild wird durch helle Farbgebung unterstützt.

Die polychromen Glasfaser-Kunststoffelemente, grosszügige Verglasungen und Holzroste auf den Terrassen verleihen dem Ganzen Eleganz. Die Wohnräume sind um einen zentralen Aussenraum angeordnet. Die vorgelagerte Terrasse wird so zur Erweiterung des Inneren und schafft eine spezielle Wohn- und Aufenthaltsqualität an der Schnittstelle von innen und aussen.