«Stadt und Organisationskomitee haben sich Gedanken gemacht, nachdem die Gruppe auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht hatte», sagt Architekt Peter Heusler. Allen gefalle die Holzkonstruktion, aber man halte am Entscheid fest, das Provisorium wieder zu entfernen. «Ab Dienstagmorgen beginnen die Rückbauarbeiten», so Heusler. Es schmerze ihn, 1200 Menschen enttäuschen zu müssen, die sein Bauwerk mochten. Der Entscheid, die Kiste verschwinden zu lassen, sei aber richtig. «Es wäre ein steiniger Weg gewesen, die diversen Bewilligungen einzuholen, um das Gebäude stehen lassen zu können.» Die Kiste wäre keine dauerhafte Lösung, auch von der Sicherheit her, sagt der Architekt. Aber die Idee habe Staub aufgewirbelt, und er sei überzeugt und hoffe, dass das letzte Wort zum Theaterplatz noch nicht gesprochen sei. «Wenn die Kiste weg ist, gibt es wieder Platz für eine noch viel bessere Lösung.»


Grosse Chance verpasst

Baden habe eine grosse Chance verpasst, sagt Franco Bassani, Initiant der Facebook-Gruppe. Nach dem Abriss werde der Theaterplatz wieder zu einer öden Fläche, auf der kaum jemand verweilen möchte, fürchtet er. «Ich hoffe, dass unsere Initiative den Stadtrat aufweckt. Es gibt viele Menschen in Baden und Umgebung, die überhaupt nichts mit dem Theaterplatz anfangen können.»